15. Wienerliedfestival "wean hean" von 24. April bis 17. Mai 2014

Ein Urgestein des Wienerlieds darf bei "wean hean" auch diesmal nicht fehlen: Roland Neuwirth
Ein Urgestein des Wienerlieds darf bei "wean hean" auch diesmal nicht fehlen: Roland Neuwirth ©VIENNA.AT
Die Stadt Wien zum Klingen zu bringen - das ist das Ziel des Festivals "wean hean", bei dem man sich dem Wienerlied in all seinen Facetten widmet. Ein buntes Programm von Thronfolger Franz Ferdinand bis Schlagerkomponist Fritz Rotter wartet.

Zum 15. Geburtstag von “wean hean” besinnt man sich hier ganz auf die Wurzeln: Die Eröffnung findet “in Ottakring draußt” statt, der Wiege des Wienerlieds. Wert legen die Veranstalter darauf, zu zeigen, dass es sich dabei um “keine Pensionistenmusik” handelt.

Ganze Bandbreite der Wiener Musik erleben

“Wir wollen immer noch das gleiche wie vor 15 Jahren: Den Wienern die Wiener Musik in ihrer ganzen Tiefe und Breite klarmachen”, meinte Herbert Zotti, geschäftsführender Vorsitzender des Wiener Volksliedwerks, bei der Programmpräsentation am Donnerstag. Auch heuer will man den Beweis wieder antreten, dass das Genre keine “Pensionistenmusik”, sondern junge, bunte urbane Musik sei. “Wir wollen das Wienerlied sicher nicht als historisches, abgeschlossenes Phänomen betrachten”, erklärte Zotti.

“wean hean”-Eröffnung im Bockkeller in Ottakring

Trotzdem geht man heuer ein bisschen in die Geschichte: Eröffnet wird das Festival nämlich in Ottakring, Brennpunkt wird unter anderem der rund 100 Jahre alte Bockkeller sein, wo sich auch Archiv und Veranstaltungssaal des Wiener Volksliedwerks befinden.

“Da wollen wir zur 15. Ausgabe zeigen, wo das Festival herkommt und wo es kreiert wird”, schilderte Organisatorin Iris Mochar. Auftreten werden unter anderem lange Wegbegleiter wie Roland Neuwirth, Karl Hodina oder Kurt Girk.

Die andere Seite von Thronfolger Franz Ferdinand

Historisch wird es dann auch beim zweiten Schwerpunkt von “wean hean”, der sich in Kooperation mit dem Weltmuseum auf die Spuren der Weltreise von Thronfolger Franz Ferdinand begibt. “Franz Ferdinand war ja eher eine etwas sperrige Person, die meisten Menschen kennen ihn vom Erschossenwerden”, sagte Zotti.

Beim Festival soll man ihn dann allerdings von seiner musikalischen Seite kennenlernen, die er vor allem in seinem Tagebuch festgehalten hat. “Er war offensichtlich ein begeisterter Sänger”, so Zotti. Außerdem begleiteten den Thronfolger auch Jodler, Zithern und Schrammeln – in der Säulenhalle des Weltmuseums wird aber nicht nur musiziert, sondern auch das Tagebuch passagenweise gelesen.

Programm-Schwerpunkt: Musik im Ersten Weltkrieg

Um die Musik im Ersten Weltkrieg wird es dann auch in Kooperation mit der Wienbibliothek gehen: Von anfänglichem Überschwang entwickelten sich die Lieder hin zu reflektierteren und kriegskritischeren Tönen. Unter dem Titel “Rosa, wir fahr’n nach Lodz!” wird der Große Krieg am 15. Mai in all seinen musikalischen Facetten nachgezeichnet.

Die weiteren “wean hean”-Abende haben ebenfalls entweder thematische oder personelle Schwerpunkte: Im Theater Akzent wird am 30. April Julia Lachertorfer gleich mit drei unterschiedlichen Formationen auftreten, während der 12. Mai im Zeichen des Schlagerschöpfers Fritz Rotter steht.

“wean hean”: Von Klassikern bis Wettsingen

Von “Veronika der Lenz ist da” bis “Was macht der Maier am Himalaya” werden seine Klassiker unter anderem von Ursula Strauss, Wolf Bachofner oder Katharina Straßer interpretiert. Neben Bühnenpromis a la Thomas Stipsits, Tini Kainrath oder Miguel Herz-Kestranek hat man auch SPÖ-Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny in den Rathauskeller eingeladen: Sie sollen dort in einem Benefiz-Wettsingen konkurrieren.

Auch Jazz-Content dabei

Jazzig wird es, wenn das Klangkombinat Kalksburg das Wienerlied im Porgy & Bess neu erarbeitet, Wienerlied im zeitgenössischen Gewand gibt es indes von Kurt Schwertsik zu hören. Neben der Uraufführung einiger Lieder steht am 9. Mai im Bockkeller auch die Premiere des Bühnenweihespiels “Hans im Glück” auf dem Programm.

Theater spielt beim Wienerlied-Festival eine Rolle

Am 3. und 4. Mai wird wieder kooperiert: Das Kabinetttheater erzählt unter dem Titel “Versammlung unter Engeln” die Geschichte des Bockkellers und ergründet, was sich dort getan hat bzw. heute noch tut.

Zum Ausklang wagt “wean hean” dann noch einen letzten Blick über den Wiener Tellerrand und ergründet anhand von Ödön von Horvaths “Geschichten aus dem Wiener Wald” und “Kasimir und Karoline” die Gemeinsamkeiten von Wienerlied und Bayerischer Volkssängertradition.

“wean hean – Das Wienerliedfestival”
24. April bis 17. Mai
verschiedene Veranstaltungsorte

Das detaillierte Programm von “wean hean” sowie weitere Infos finden Sie hier.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wien - 16. Bezirk
  • 15. Wienerliedfestival "wean hean" von 24. April bis 17. Mai 2014
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen