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13-Jährige starb in NÖ: Vorwürfe gegen Kinder- und Jugendhilfe

Im Fall der verstorbenen 13-Jährigen gibt es nun schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt.
Im Fall der verstorbenen 13-Jährigen gibt es nun schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Im Fall des 13-jährigen Mädchens, das im Waldviertel starb, hat der "Falter" in seiner Ausgabe berichtet, dass die zuständige Kinder- und Jugendhilfe nach einem Spitalsaufenthalt des Mädchens im Jahr 2017 unter anderem über die "Dringlichkeit der Behandlung" informiert wurde.
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Die Kremser Bezirkshauptfrau bestreitet dies. Die Jugendliche starb vermutlich an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung.

13-Jährige wurde im Juni 2017 stationär in Wien behandelt

Wie bereits mehrere Medien zuvor berichtete der "Falter" darüber, dass die 13-Jährige im Juni 2017 stationär im Wiener Donauspital behandelt wurde. Demnach hätten die Ärzte das Mädchen gerne länger dortbehalten. Die Entlassung sei schließlich "entgegen dem ausdrücklichen Rat der behandelnden Ärzte gegen Revers - also die Unterschrift des obsorgeberechtigten Vaters, wie in derartigen Fällen juristisch vorgesehen" erfolgt, beruft sich das Wochenmagazin auf Angaben des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV).

Wiener Donauspital erstattete Meldung an Jugendamt

Noch im Rahmen des stationären Aufenthaltes erfolgte laut KAV eine "Kontaktaufnahme sowie Meldung der Familiensituation an das zuständige Jugendamt" - die Kinder und Jugendhilfe Krems-Land. Außerdem sei im Rahmen des Entlassungsgespräches auf die Dringlichkeit der Behandlung, der Einhaltung der Kontrolltermine sowie der sofortigen Wiedervorstellung bei Verschlechterung hingewiesen worden. Auch davon sei die Kinder- und Jugendhilfe Krems-Land in Kenntnis gesetzt worden.

Kremser Bezirkshauptfrau widerspricht

Die Kremser Bezirkshauptfrau Elfriede Mayrhofer widerspricht dieser Darstellung im "Falter". Die Behörde habe "keine Meldung vom Donauspital bekommen, dass wir das Kind weiter beobachten sollen" - es sei "nichts eingelangt". Nach dem Krankenhausaufenthalt sei das Mädchen von einer Sozialarbeiterin der Bezirkshauptmannschaft Krems besucht worden. Die Frau habe einen "fröhlichen Eindruck" von der Betroffenen gehabt und befunden, dass es dem Mädchen gut gehe.

Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) hatte nach Bekanntwerden des Falles festgehalten, dass es in der Vergangenheit zur Familie der 13-Jährigen "lose Kontakte" seitens der Kinder- und Jugendhilfe gegeben habe. "Zuletzt gab es keinen Anlass dafür", betonte die Landesrätin.

13-Jährige starb in NÖ: Eltern sollen Entzündung nicht behandelt haben lassen

Die 13-Jährige starb am 17. September im Haus ihrer Familie. Laut "Vorab-Informationen" aus der angeordneten Autopsie dürfte eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung der Grund für den Tod gewesen sein. Eine Krankheit, die bei entsprechender Behandlung jedenfalls beherrschbar gewesen sei, wie es seitens der Staatsanwaltschaft Krems hieß.

Die Eltern - zwei deutsche Staatsbürger - sollen die Entzündung jedoch aus religiösen Gründen nicht behandeln haben lassen und dem Mädchen beim Sterben zugesehen haben. Dazu sind die beiden laut Staatsanwaltschaft auch geständig. Der Vater und die Mutter der 13-Jährigen stehen unter dem Verdacht des Mordes durch Unterlassung und befinden sich in Untersuchungshaft. Mehrere Geschwister der Toten wurden nach Angaben der Kinder- und Jugendhilfe in einer Betreuungseinrichtung des Landes untergebracht. Von offizieller Seite nicht erklärt wurde, zu welcher religiösen Gruppierung sich die Beschuldigten bekennen. Medienberichten zufolge sollen die beiden den Freikirchen in Österreich angehören.

(APA/Red)

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