12.000 Euro für Kusturicas "seelisches Leid"

Der bosnisch-serbische Regisseur Emir Kusturica hat einen langen Prozess gegen unabhängige montenegrinische Medien gewonnen. Nun müssen der Journalist Andrej Nikolaidis und das Polit-Magazin "Monitor" dem Regisseur zusammen 12.000 Euro Schmerzengeld zahlen.

Das hat der Oberste Gerichtshof der kleinen Balkanrepublik entschieden, wie die Medien in der Hauptstadt Podgorica am Mittwoch berichteten. Die Verurteilten müssen auch die Prozesskosten tragen. Kusturica fühlte sich beleidigt wegen eines vor fünf Jahren in “Monitor” erschienenen Artikels.

Darin wurde dem in Bosnien geborenen Regisseur unter anderem vorgeworfen, dass er sich auf die Seite der serbischen Täter des Massakers an Muslimen in Srebrenica 1995 gestellt haben soll. Damit habe der Autor der Ehre und dem Ansehen von Kusturica geschadet, heißt es im Urteil.

Kusturica, der nach Kriegsbeginn 1992 seine Heimat verließ, hat sich stets offen auf die serbische Seite in den Jugoslawien-Kriegen gestellt. Deswegen wird er in Serbien sehr verehrt.

  • VIENNA.AT
  • Moj Bec News
  • 12.000 Euro für Kusturicas "seelisches Leid"
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen