1140 Wien: Neuer Rotlichtbetrieb bringt Anrainer zur Weißglut

Das Massagestudio in der Penzinger Straße verärgert die Anrainer. BV Kalchbrenner unterstützt die Bürgerinitiative.
Das Massagestudio in der Penzinger Straße verärgert die Anrainer. BV Kalchbrenner unterstützt die Bürgerinitiative. ©vienna.at
„Die Penzinger Straße darf kein Rotlichtviertel werden“ lautet der Grundtenor der Bürgerinitiative gegen das „Erotic Massage Studio“ in 1140 Wien. Unterstützung für die wütenden Bürger kommt von Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner.
Das Massage Studio in Penzing

Ein Massagestudio in der Penzinger Straße erregt die Gemüter der Anrainer in 1140 Wien. In einer Petition wenden sie sich jetzt gegen die Inbetriebnahme des vermeintlichen Rotlichtlokals und rufen zum Protest. „Wir wollen nicht, dass unser Viertel um die Penzinger Straße zum Rotlichtviertel wird und sich Erotik- und Freudenhäuser hier ansiedeln“, heißt es auf der Homepage  www.kein-rotlicht-penzingerstrasse.at. Weiters sehen die Initiatoren der Petition das Viertel bedroht: „Wir wollen nicht in so einem Umfeld leben, mit dieser Ansiedlung wird unsere Lebensqualität sinken und damit die ganze Gegend entwertet“, heißt es auf der Webseite weiter.

Bezirksvorstehung aus 1140 Wien unterstützt Petition

Unterstützung bekommen die Betreiber der Petition von der Bezirksvorsteherin von 1140 Wien Andrea Kalchbrenner: „Bis zum 16. Mai lag noch keine Betriebsgenehmigung für das Massagestudio vor“, so Kalchbrenner, sie sagt ihre Unterstützung für allfälligen Protest in 1140 Wien zu. „Sollte es zu einer Verhandlung um eine Genehmigung kommen, wird der Bezirk ganz sicher dagegenstimmen. Bleibt momentan nur die Frage offen ob es wirklich soweit kommt.“

Mieter wollen Rotlichtbetriebe nicht in der Penzinger Straße

Die, nur wenige hundert Meter entfernte, Linzer Straße kämpft schon seit Jahren mit dem Problem der Prostitution. Dort hat das horizontale Gewerbe in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Anrainer in der Penzinger Straße fürchten nun, dass die Rotlichtszene durch das Überangebot auf der Linzer Straße, auch von der Penziner Straße Besitz ergreift. Vienna.at hat mit einigen Mietern aus der betroffenen Region gesprochen, sie alle haben die gleichen Befürchtungen: „Wenn das erste Rotlichtlokal eröffnet hat, ist es nur noch eine Frage der Zeit bis die nächsten kommen“, sagten Rene W. und Ilse M.(*) zur Problematik rund um das „Erotic Massage Studio“.  Im Moment ist auch die Polizei damit befasst, mögliche Auswirkungen auf die Region abzuschätzen.

(*) Namen von der Redaktion geändert.

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