1100 Wien: Moschee "keine Herberge für Radikale"

Die Moschee in 1100 Wien ist im Zuge der Verhaftung von vier Terror-Verdächtigen am Flughafen Wien-Schwechat in die Schlagzeilen gekommen. Muhammad Ismail Suk wehrt sich gegen Vorwürfe Extremisten Unterschlupf zu geben.
Terror-Alarm in Schwechat

Der Vorstand der Baitul-Muhtadin-Moschee in 1100 Wien hat sich gegen die Vorwürfe gewehrt, seine Moschee biete ein Herberge für radikalisierte Muslime. Er sei “geschockt und entsetzt” über Medienberichte, die sein Gebetshaus mit den am Wiener Flughafen verhafteten Terrorverdächtigen in Verbindung bringe, sagte Muhammad Ismail Suk. Seine Vereinigung distanziere sich von Terror, Fanatismus und Extremismus.

Terror-Verdächtige seien nur sporadisch in die Moschee gekommen

Die beiden zum Islam konvertierte Österreicher hätten sich dabei ihm gegenüber “ruhig und freundlich” verhalten, erzählt Suk. “In den letzten Wochen waren sie überhaupt nicht da. Ich weiß, dass sie in andere Moscheen gehen, wo es Prediger gibt, die ich verachte”, sagte Suk. Der Polizei sei bekannt, welche Moscheen das seien – darum habe es ihn sehr überrascht, als seine Einrichtung in1100 Wien in den Medien genannt worden sei.

Moschee zeigt sich international

In seine Moschee kämen Muslimen aus 20 Nationen, Gebet und Unterricht fänden in deutscher Sprache statt, erklärte Suk. “Mehrfach haben Muslime mit radikalen Ansichten Hausverbot erhalten.” Er hoffe, dass die Medienberichte nicht die jahrelange Arbeit der Moschee für Integration und Verständigung zunichtemachen werde.

(apa)

 

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