11. Protestsongcontest am 80. Jahrestag der Unruhen vom 12. Februar

Der Protestsongcontest findet wieder im Rabenhof statt.
Der Protestsongcontest findet wieder im Rabenhof statt. ©Chili Galle
Es wird wieder gesungen, aus Protest: Am 12. Februar geht das Finale des Protestsongcontests im Wiener im Rabenhof Theater über die Bühne. Die in Kooperation mit FM4 durchgeführte, bereits traditionsreiche Veranstaltung, bei der sich zehn Finalisten einer Jury stellen, wird erstmals von Schauspieler Michael Ostrowski moderiert.

“Konnte der Protestsongcontest letztes Jahr bereits seine zehnte erfolgreiche Auflage und somit auch ein wenig sich selbst feiern, so erinnern wir uns heuer am 80. Jahrestags der Februarunruhen 1934 daran, warum wir diese Veranstaltung überhaupt aus der Taufe gehoben haben”, meint Gerald C. Stocker, der gemeinsam mit Roman Freigaßner für Konzept und Umsetzung verantwortlich ist.

“Auch wenn ohnehin alljährlich als Zeichen des ‘Nichtvergessens’ und quasi als verbindendes Element zur Historie die Arbeitersänger zum Beginn jedes Contests ihre Hymne ‘Die Arbeiter von Wien’ anstimmten, wollen wir im nun elften Jahr wieder ganz bewusst daran erinnern, warum es bei dieser Veranstaltung geht”, so Stocker in einer Aussendung.

Finalisten für den Protestsongcontest

Die Finalisten wurden bei einer Vorausscheidung im Haus der Begegnung ausgewählt. Unter den 10 Acts finden sich diesmal nicht nur klassische Protest-Songs, sondern auch viele satirische Hymnen an die Gleichgültigkeit. Die besingen die oberösterreichischen FS2 in ihrem “Egal”-Reggae ganz entspannt, und die bayerische “Damenkapelle” wünscht sich in “Bored” nichts sehnlicher als Dauerlangeweile. Für traditionelle Politikerbenörgelung (Gschaftlhuber mit “Pallawatsch”) und Aufrufe zur Weltverbesserung (“Wöd ändern, oda?” der Anstaltskinder) ist allerdings ebenfalls gesorgt.

Musikalisch reicht die Bandbreite von traditionellem mehrstimmigem Dialektgesang (wobei im Remake “Sag beim Abschub leise Servus!” ein zentrales Wörtchen geändert wurde) über mehrere Singer-Songwriter-Beiträge bis zu multilingualem Rap bei “Schmelzende Zeilen”, mit dem die Wiener Formation Fight Rap Camp für den wahrscheinlich radiotauglichsten Beitrag sorgt und dabei Migration und Identitätskrise thematisiert. Von Ottakring geht die Reise allerdings bis nach Sotschi – “There is something to be Learned” von Wird east widmet sich kritisch dem Olympia-Zirkus.

Traditionell im Rabenhof

Wer das Finale nicht im Rabenhof selbst erleben kann, hat auch bei FM4 die Möglichkeit dazu, ab 19 Uhr startet die Sondersendung, ab dem Beginn der Beiträge um 20 Uhr auch der Livestream. Erstmals haben die Radiohörer auch bei der Bewertung mitzureden – das Publikumsvoting wird wie die Stimme eines siebenten Jurors behandelt.

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(APA )

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