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1070 Wien: Wiens erstes Mädchencafé eröffnet

Am 8. März öffnet Wiens erstes partizipatives Mädchencafe.
Am 8. März öffnet Wiens erstes partizipatives Mädchencafe. ©APA
Seit 2010 im Projektstatus, jetzt wird Wiens erstes partizipatives Mädchencafe Realität. Am 8. März wird das Mädchenlokal vom Verein Wiener Jugendzentren in der Zieglergasse 34 offiziell eröffnet. Der Verein will damit einen Gegenpol zu den von Burschen dominerten Freizeiteinrichtungen schaffen.

Von der Lokalsuche über die Adaptierungsarbeiten, von der Ausgestaltung bis zum Interieur, vom zukünftigen Programmangebot bis zu den Öffnungszeiten: bei all diesen Schritten und Entscheidungen waren die Mädchen, als zukünftigen Nutzerinnen des Mädchencafes federführend mit dabei.

Mädchencafe: Von Mädchen für Mädchen

Bei Ideenwerkstätten in Schulen, in Parks, in der Hauptbücherei oder in Jugendzentren wurde gemeinsam mit Mädchen getüftelt, überlegt und geplant, was der Mädchentreffpunkt bieten soll.Unterstützt von Architektinnen und Handwerkerinnen gingen die jungen Frauen ans Umbauen und Einrichten des partizipativen Mädchenprojektes.Bei der Innenraumgestaltung, Möbelauswahl oder Einrichtung des Lokalk lkonnten die Mächen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die Mädels der extra für das Lokal geschaffenen Eventgruppe zeichnen für Veranstaltungen, Partys und die Eröffnung am 8. März verantwortlich.

An wen richtet sich das Mädchencafé?

Angesprochen sind Mädchen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren, die im 7. Bezirk wohnen, zur Schule gehen oder ihre Freizeit verbringen und die Lust haben, ihren Raum selbst mitzubestimmen und aktiv zu sein. Damit bietet dieses Projekt Mädchen vielfältige Möglichkeiten sich mit ihren Bedürfnissen und Interessen einzubringen, ihre eigenen Vorstellungen verwirklichen, ihr Selbstbewusstsein und ihre Eigenständigkeit erproben und an Entscheidungsprozessen mitzuwirken.

Bedarf nach Einrichtung für Mädchen

Aus einer Bedarfserhebung im siebenten Bezirk ging hervor, dass deutlicher Bedarf für eine Freizeiteinrichtung besteht, die Mädchen vorbehalten ist und bei der kein Konsumzwang besteht. “Die meisten Freizeitangebote sind von Burschen dominiert, damit sind auf die Ressourcen eher auf Männer ausgerichtet. Wir wollen mit dem Mädchencafé einen Gegenpol schaffen, der sich ganz auf die Bedürfnisse junger Frauen konzentriert“, erzählt Birgit Maier vom Verein Wiener Jugendzentren.  

Stadt und Bezirksvorstehung Neubau unterstützen Mädchencafe

Ziel dieses Pilotprojektes ist es, Mädchenräume gemeinsam möglich zu machen und nachhaltige Kommunikationsräume und Netzwerkstrukturen für Mädchen und junge Frauen zu schaffen und zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus wird das Mädchencafe ein breites Spektrum an Mädchenfreizeitkulturangeboten bieten und als Infodrehscheibe fungieren.

 

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