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100 Jahre Technisches Museum: Auftakt

Mit einer fulminanten Auftaktveranstaltung beging das Wiener Technische Museum sein 100-jähriges Jubiläum. Mehr zum Fest im Stadtreporter-Video:

Über das Geschlecht des Geschwisters herrschte Uneinigkeit, doch die Geburtstagsgrüße des “großen, um sechs Jahre älteren Bruders”, die der Direktor des Deutschen Museums München (das von Gabriele Zuna-Kratky, der Direktorin des Technischen Museum Wien, allerdings beharrlich “große Schwester” genannt wurde) gestern in Wien überbrachte, fielen besonders herzlich aus. Die Verbindungen der beiden Häuser seien seit den Gründungsjahren eng und mannigfaltig, hob Wolfgang Heckl anlässlich einer Feier zum Auftakt des 100-Jahr-Jubiläums des Technischen Museums (TMW) hervor.

Für die Grundsteinlegung des TMW am 20. Juni 1909 sei “Einfluss und Vorbildcharakter des Deutschen Museums offensichtlich”, und wenn auch dieses mit über 70.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche (inklusive Exposituren) der über 22.000 Quadratmeter verfügenden Schwester in Wien flächenmäßig deutlich überlegen sei, so müsse er doch zugeben: “Manchmal blicken wir neidisch nach Wien, manchmal übernehmen wir auch Ideen”, schmunzelte Heckl. Besonders neidvoll müsse er jedoch anerkennen, dass das TMW seine Generalsanierung “wunderbar geschafft” habe: “Wir haben sie noch vor uns.” Dies bedeute eine riesige logistische und finanzielle Anstrengung. Die “nicht ganz genügende finanzielle Ausstattung” der beiden Schwestern sei auch angesichts heutiger Herausforderungen zu bedauern: “Wenn wir heute zu kämpfen haben mit dem technisch-naturwissenschaftlichen Nachwuchs, wenn wir es nicht schaffen, ihn begeistern zu können, hat es auch Auswirkungen darauf, wie wir künftig unseren Wohlstand gestalten können.”

Ohne Geburtstagsgeschenk oder Geldspritze war Kulturministerin Claudia Schmied (S) zur Feier ins Technische Museum gekommen und hob in kurzen Worten die Vermittlungsarbeit des Museums sowie die in die Jubiläumsschau eingebauten neun künstlerischen Interventionen hervor, mit denen die von ihr betreuten Bereiche Bildung und Kunst ideal verknüpft seien.

“Wir sind auf einem guten Weg”, glaubte TMW-Chefin Zuna-Kratky, die sich davon überzeugt zeigte, dass der eingeschlagene Weg des Hauses hin zu einem “offenen Kommunikationsraum”, in dem nicht die überhöhte Technik, sondern der Mensch im Mittelpunkt stehe, der richtige sei. Wenngleich die Web-Präsenz selbstverständlich sei und die Jubiläumsschau “Quergeblickt” auf http://www.100jahretmw.at mit “Quergeklickt” natürlich auch ein Pendant im Internet habe, hoffe sie doch, dass Museen auch künftig nicht nur virtuelle, sondern auch reale Orte blieben, “so wie auch weiterhin echte Bücher gelesen und nicht nur heruntergeladen werden”.

Von den jährlich rund 300.000 Besuchern des TMW mögen in den kommenden 100 Tagen des Geburtstags-Countdowns möglichst viele den Weg ins Museum finden, hoffte die Direktorin. Wenn viele von ihnen ein altes, ausrangiertes technisches Gerät mitbringen, wird die daraus entstehende Maschinen-Skulptur von Oliver Hangl, der eine der neun künstlerischen Interventionen in der Sammlung vorbereitet (inkl. Live-Performance am 17. Juni), besonders imposant. Zu dem bis 21. Juni laufenden Jubiläumsprogramm, das “spannende Rückblicke, einzigartige Einblicke, revolutionäre Ausblicke” verspricht und seinen Höhepunkt in einer 100-Stunden-Nonstop-Öffnung ab 17. Juni findet, ist ein 136-seitiges Programmbuch erschienen. Gleich 448 Seiten umfasst dagegen der von Helmut Lackner, Katharina Jesswein und Gabriele Zuna-Kratky im Ueberreuter Verlag herausgegebene und reich bebilderte Jubiläumsband zur Geschichte des Hauses.

 

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