100 Jahre Haft für ETA-Terroristen

Ein Terrorist der baskischen Untergrundorganisation ETA ist wegen eines Mordattentats auf einen führenden sozialistischen Politiker zu 100 Jahren Haft verurteilt worden.

Die Richter des Nationalen Gerichtshofs in©Madrid sahen es als erwiesen an, dass der Angeklagte Diego Ugarte Lopez de Arcaute dem Terrorkommando angehörte, das im Februar 2000 vor der Wohnung des Politikers Fernando Buesa eine Autobombe zündete.

Der Mord an Buesa, der Fraktionschef der Sozialisten im baskischen Parlament war, hatte damals eine Welle der Empörung in Spanien ausgelöst. Bei dem Attentat war auch ein Leibwächter des Politikers getötet worden. In einer beispiellosen Entscheidung ordneten die Richter an, dass der Verurteilte sich nach seiner Freilassung aus der Haft fünf Jahre lang von den Angehörigen der Opfer fern halten muss.

Das Gericht zog damit Konsequenzen aus dem Fall von Pilar Elias, deren Mann 1980 von der ETA ermordet wurde. Die Politikerin musste kürzlich mitansehen, wie der Mörder ihres Mannes nach Verbüßung seiner Strafe in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnung ein Glasgeschäft eröffnete. Nach spanischem Recht müssen verurteilte Straftäter maximal 30 Jahre Haft verbüßen.

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