100 Euro Strafe für "Oida"-Sager: Einspruch abgelehnt

Eines wissen wir sicher: Polizeibeamte sind keine "Hawara".
Eines wissen wir sicher: Polizeibeamte sind keine "Hawara". ©VIENNA.at
Im Oktober musste der Wiener Fotograf Nathan S. 100 Euro Strafe zahlen, weil er zu einem Polizisten "Oida" sagte. Nun wurde sein Einspruch abgelehnt - mit kurioser Begründung.
"Oida" ist Jugendwort des Jahres
100 Euro Strafe für "Oida"

Der Wiener Fotograf Nathan S. wollte ein Foto eines Polizeieinsatzes 20 Meter von ihm entfernt machen, als er von einem Beamten nach seinem Ausweis gefragt wurde. Dabei entrutschte ihm ein “Oida” – was 100 Euro Strafe mit sich zog.

Die Polizei erklärte die Strafe mit der Frage nach dem guten Ton. Mit einem “Oida” – in welcher Intonation auch immer – werde die Amtshandlung des Polizisten in Frage gestellt. Das sollte man in Österreich – und auch in Wien – bereits in der Volksschule vermittelt kriegen.


Fotograf legte Einspruch ein

Damit wollte sich der junge Wiener Fotograf Nathan S. nicht abspeisen lassen und legte Einspruch ein. Noch Erfolglos, wie es sich herausstellte. Die Begründung scheint dabei kurios: “Oida” stamme nämlich aus dem Wienerischen und sei ein Synonym (anderes Wort) für “Hawara”. Daher könne diese Wortwahl nicht toleriert werden. Und nochmal um alle Klischees zu bestätigen: “Polizeibeamte sind keine Hawara”.

 

Nathan S. will allerdings immer noch nicht aufgeben und plant bereits den Gang zur nächst höheren Instanz. Es bleibt also spannend.
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