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1.164 neue Covid-Fälle binnen 24 Stunden in Tschechien

Tschechien hatte in der Coronakrise als einer der erfolgreicheren Staaten gegolten.
Tschechien hatte in der Coronakrise als einer der erfolgreicheren Staaten gegolten. ©APA/AFP/DENIS LOVROVIC
Am Mittwoch wurden in Tschechien mit 1.164 Corona-Fällen so viele Neuinfektionen wie noch nie gemeldet. Der bisherige Tages-Höchstwert lag deutlich darunter.

Das Coronavirus breitet sich in Tschechien im Rekordtempo aus. Wie die tschechischen Gesundheitsbehörden am Mittwoch in der Früh bekannt gaben, wurden in den vergangenen 24 Stunden 1.164 Neuinfektionen bestätigt, so viel wie noch nie an einem einzigen Tag. Der bisherige Tages-Höchstwert war 796 gewesen, berichtete das Internetportal iDnes.cz.

Rekordhöhe auch bei Zahl der aktiven Infizierten in Tschechien

Auf Rekordhöhe ist damit auch die Zahl der aktiv Infizierten (9.272). Die meisten davon hätten einen milden Verlauf der Krankheit, viele seinen asymptomatisch, hieß es. Beobachter sehen einen Zusammenhang der Infektionen mit der Urlaubssaison, ist doch Kroatien das beliebteste Urlaubsland der Tschechen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte bereits am Dienstag von einer "besorgniserregenden" Entwicklung in Tschechien gesprochen und auf eine konsequente Rückverfolgung und Isolierung gedrängt. Ministerpräsident Andrej Babis, der am heutigen Mittwoch zu Gesprächen in Wien erwartet wird, will dies aber nur bei ernsten Fällen tun. Tschechien hatte in der Coronakrise als einer der erfolgreicheren Staaten gegolten, Babis rühmte sich insbesondere auch der frühen Einführung der Maskenpflicht.

Vorerst keine Reisebeschränkungen für Tschechien

Trotz des dramatisch hohen Anstiegs an Coronavirus-Neuinfektionen in Tschechien plant Österreich vorerst keine Reisebeschränkungen gegenüber dem Nachbarland. Die epidemiologische Lage werde aber genau beobachtet, teilten das Gesundheitsministerium und das Außenministerium am Mittwoch gegenüber der APA mit.

Die Frage, ob eine Grenzschließung oder Reisewarnung erwogen würden, verneinte eine Sprecherin des Außenamts. "Nein. Wir handhaben das so, wie bei allen anderen Ländern und beobachten die Situation ganz genau". Und sie ergänzte: "Wenn nötig, werden wir in Absprache mit den Experten der anderen beteiligten Ressorts Schritte setzen."

Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums betonte, dass "seit Anbeginn der Coronakrise sämtliche Maßnahmen unter ständiger und genauer Evaluierung der epidemiologischen Lage im In- und Ausland getroffen" würden. "Sollte es zu Adaptionen kommen, werden wir diese rechtzeitig kommunizieren."

(APA/Red)

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