Zukunft der Belegschaft der insolventen Fluglinie Niki nach wie vor ungewiss

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Die Piloten und Flugbegleiter der insolventen Fluglinie Niki wissen nicht, wie es weitergeht.
Die Piloten und Flugbegleiter der insolventen Fluglinie Niki wissen nicht, wie es weitergeht. - © APA
Für das Personal der insolventen Airline Niki sind derzeit viele Fragen offen, beispielsweise wissen die Crews nicht, ob und wann sie ihr Gehalt bekommen.

Die Piloten und Flugbegleiter der insolventen Fluglinie Niki wissen nicht, wie es weitergeht. Zu viele Fragen sind bisher offen. Denn auch wenn andere Airlines bereits Jobs angeboten hätten, müssten viele damit rechnen, ohne Job auf der Straße zu stehen, fürchtet der Verband der Verkehrspiloten (ACA). “Ob und wann sie ein Gehalt bekommen, kann aus heutiger Sicht noch gar nicht beantwortet werden”.

Dem österreichischen Pilotenverband erscheint es zur Stunde am wichtigsten, dass sich für die Kollegen der Niki-Cockpits die Frage nach einer neuen Beschäftigung rasch beantworten lässt. In diesen Stunden und Tagen sei dies für viele Piloten und das Kabinenpersonal der existenzielle Gedanke.

Deshalb unterstütze der ACA alle Anstrengungen von Arbeitgebern, Gewerkschaft und Betriebsräten, um rasch eine Wiederbeschäftigung zu ermöglichen. Das Flugpersonal habe in den vergangenen Monaten, – wegen der ungewissen Zukunft bereits unter großem psychischem Druck – extremer Belastung standgehalten, konstatierte ACA-Präsidentin Isabel Doppelreiter.

Niki-Belegschaft wurde Bewerbung bei AUA angeboten

Donnerstagmittag hat die österreichische Lufthansa-Tochter AUA (Austrian Airlines) hat Piloten, Flugbegleitern, Technikern und Verwaltungsangestellten von Niki angeboten, sich bei der AUA zu bewerben. Bewerbungsverfahren würden dafür beschleunigt. Die Airline sucht mehrere hundert ausgebildete Piloten und Flugbegleiter. Auch Eurowings wirbt um Niki-Leute, in Österreich auch für die Standorte Wien und Salzburg. Am Abend erklärte zudem die Westbahn, Niki-Leute als Stewards und Stewardessen beim Bahnunternehmen anwerben zu wollen.

Niki-Betriebsratschef Stefan Tankovits sagte am Freitag im ORF-Morgenjournal, die Zeit dränge, die Fluglizenz stehe für sieben Tage ruhend. Man unterstütze den Bieterprozess und strebe einen geordneten Übergang an.

ÖBB bieten Niki-Mitarbeitern Jobs an

Auch die ÖBB suchen immer “gut ausgebildete Kolleginnen/Kollegen”, ab Montag stünden 200 Stellen auf der Homepage zur Verfügung, teilte das Unternehmen am Freitag der APA mit. Gesucht würden “ZugbegleiterInnen, VerschieberInnen, BuslenkerInnen, FahrdienstleiterIn, TriebfahrzeugführerIn, WagenmeisterInnen. Wer flexibel ist und neues Terrain entdecken will, kann sich bei uns ab Montag, den 18. Dezember, bewerben”, so die ÖBB.

Schon zuvor hatten nicht nur die Konkurrenten AUA und Eurowings darauf verwiesen, dass Flugbegleiter, Piloten und Techniker gesucht würden, auch die private ÖBB-Konkurrenz Westbahn hat bereits darauf verwiesen, dass Stellen offen seien.

Niki Lauda plant Niki-Übernahme

Niki Lauda, der die Fluggesellschaft Niki gegründet und später an Air Berlin verkauft hat, ist weiter an einer Übernahme interessiert und will heute in Deutschland mit dem Insolvenzverwalter reden. Niki sei insolvent, werde noch sieben Tage vom Flugbetrieb am Leben erhalten. Er werde heute versuchen herauszufinden, wie schnell man eine Übernahme über die Bühne kriegen könnte. F

alls das in sieben Tagen gelingen könnte, dann stünden auch die Slots – also die Start- und Landerechte – noch zur Verfügung, sagte Lauda Donnerstagabend in der “ZiB2”. “Zeit ist jetzt das Problem.” Durch die Insolvenz sei Niki nun von Altlasten und Schulden befreit.

 

(APA/Red)

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