Wiener Linien präsentieren das Design der neuen U5-Stationen

Von Sarah van den Berg
Das ist das Design der neuen U-Bahnstationen.
Das ist das Design der neuen U-Bahnstationen. - © Wiener Linien
Mit der U5 bekommt Wien nicht nur eine neue U-Bahnlinie, sondern auch die erste Linie, auf der die Züge vollautomatisch und ohne Fahrer unterwegs sind. Entsprechend müssen die Stationen gestaltet werden, das Design dafür ist am Donnerstag von den Wiener Linien präsentiert worden.

“Bescheiden und mutig”, mit diesen Worten beschreibt Architekt Markus Bösch das Design der neuen U-Bahnstationen, die ab 2018 gebaut werden sollen. Sein Team, eine Arbeitsgemeinschaft, die von zwei Wiener Architektenbüros gegründet wurde, hat den europaweiten Architekturwettbewerb der Wiener Linien für sich entscheiden können. Insgesamt gab es 33 Einreichungen aus acht Ländern.

Türkise Streifen in den U5-Stationen


In einer Abstimmung im Vorjahr wurde die Farbe Türkis in einer Abstimmung zur U5-Farbe gekürt. Auch in den Stationen soll sich das widerspiegeln: An den Decken und Wänden wird es türkise Streifen geben, die für ein “dynamisches und zeitgemäßes” Aussehen sorgen sollen. Bei den Ein- und Ausgangsbereichen will man durch den Einsatz von Glasflächen für Helligkeit und den Wohlfühlfaktor sorgen. Mehr Licht verstärke nämlich auch das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste. Bei jenen U5-Stationen, die zuvor U2-Stationen waren, werden die Ein- und Ausgänge nicht verändert, jedoch soll auch hier im Inneren die Farbe Türkis eine Rolle spielen.

Neben den Stationsgebäuden, die sich deutlich von bereits bestehenden auf anderen Linien abheben, wird die größte Neuerung jedoch am Bahnsteig zu finden sein: Da die Linie U5 vollautomatisch unterwegs ist, werden Bahnsteigtüren erforderlich. Diese Glastüren öffnen sich erst, wenn der U-Bahnzug in der Station hält und sorgen so für mehr Sicherheit.

16.000 Arbeitsplätze werden geschaffen

Stadträtin Renate Brauner war es wichtig, bei der Präsentation der Stationen, die übrigens ganz in der Nähe der zukünftigen Station Frankhplatz/ Altes AKH stattfand, zu betonen, dass durch den Bau der Linie U5 nicht nur Vorteile für die Fahrgäste entstehen, sondern auch Arbeitsplätze geschaffen werden. Umgerechnet auf die erste Bauphase – also die Verlängerung der U2 bis zum Matzleinsdorfer Platz und dem Bau der U5 bis Frankhplatz/AAKH – entstehen bei einer Investitionssumme von ca. 950 Millionen Euro über 16.000 Arbeitsplätze“, so Brauner.

Kritik an der neuen U-Bahnlinie in Wien

Kritik an der neuen U-Bahnlinie kommt von den NEOS: Sie bemängeln einerseits, dass die Mariahilfer Straße durch den Bau der U5 und die Teilung der U2 im Jahr 2018 erneut zur Baustelle wird, andererseits, dass die Streckenführung “keine nennenswerten Vorteile” biete. “Die U5, so wie sie jetzt realisiert wird, hat für die Fahrgäste keinen zusätzlichen Nutzen. Wichtige Investitionen fließen außerdem in den innerstädtischen Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, obwohl die Herausforderungen in den Außenbezirken und im Stadt-Umlandverkehr liegen“, so Beate Meinl-Reisinger. (SVA)

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