Wahlkampf-Gags 2016: richardlugner.at wirbt für Potenzpillen

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Richard Lugner muss sich eine andere Domain für seinen Internetauftritt suchen.
Richard Lugner muss sich eine andere Domain für seinen Internetauftritt suchen. - © APA (Sujet)
Skurriles aus dem Bundespräsidentschaftswahlkampf: Wieder musste ein Kandidat mit seinem Namen für einen Wahlkampfschmäh im Internet herhalten.

Die Internetadresse “www.richardlugner.at” ist bereits vergeben. Hier wird für diverse Potenzpillen geworben. Baumeister und Präsidentschaftskandidat Richard Lugner muss sich also nach einer neuen Domain umsehen. Internetauftritt, Budget, Wahlkampfleiter und Team des selbst ernannten Kasperls werden diese Woche fixiert, sagte Lugner-Berater Peter-Erik Czak am Montag zur APA. Zehn bis zwölf Personen sollen demnach in den Wahlkampf des Societylöwen involviert sein.

Falsche Domains als Wahlkampfgag-Trend 2016

Schon zuvor wurden Internetadressen für Wahlkampfgags verwendet. Über die Domain “www.khol2016.at” kommt man zur Homepage der Initiative zur Gleichstellung homosexueller Paare bei der “Ehe gleich”. Wer über diese Domain zur Wahlkampf-Homepage des katholischkonservativen Politikers will, wird sich wundern, denn er kann dort für die Gleichstellung unterschreiben. Zuvor war man unter dieser Domain auf die ÖVP-NÖ-Seite von Erwin Pröll gekommen, wie hier auch im letzten Satz festgehalten wurde.

Wahlkabine gibt Übersicht zu Bundespräsidentschaftswahl

Kein Gag wird mit der Domain der Wahlkabine betrieben. Die Internetplattform “wahlkabine.at” konzentriert sich auf Sachfragen und inhaltliche Schwerpunkte der Bundespräsidentschaftswahl 2016 und sei nicht für Persönlichkeitswahlkämpfe und Orientierungshilfe angelegt, erklärt die Online-Wahlentscheidungshilfe auf ihrer Webseite. Zuletzt gab es das Service bei der Wiener Landtagswahl im Oktober 2015.

Van der Bellens Sorge um das Wahlgeheimnis

Indes sorgt sich Alexander Van der Bellen um das Wahlgeheimnis. “Es ist unverständlich, warum sich die Unterstützer auf der Gemeinde offen für einen Kandidaten deklarieren müssen, obwohl dort formal nur bestätigt wird, dass man in die Wählerevidenz eingetragen ist. Dadurch wird das Wahlgeheimnis völlig konterkariert”, so der Grüne Hofburg-Anwärter in der “Kleinen Zeitung” (Montagausgabe). Die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss schließt sich seiner Idee an, die Unterschrift stattdessen vor einem Notar zu leisten. Eines haben Van der Bellen und die ehemalige Höchstrichterin aber nicht bedacht: Laut Verfassungsgerichtshof (VfGH) verstoßen Unterstützungserklärungen nicht gegen den Grundsatz des geheimen Wahlrechts.

>> Alles rund um die Bundespräsidentschaftswahl 2016

 

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