Von Mähtraktor auf der Donauinsel Überfahrene: Toxikologisches Gutachten erst in Wochen

Die Frau wurde im hohen Gras auf der Donauinsel überfahren
Die Frau wurde im hohen Gras auf der Donauinsel überfahren - © dpa (Sujet)
Voraussichtlich wird das toxikologische Gutachten im Fall der bei Mäharbeiten auf der Donauinsel überfahrenen Frau erst in sechs bis acht Wochen vorliegen. Dies erklärt sich aus der Bandbreite der möglichen Substanzen, die getestet werden müssen, so die Polizei.

Grund für die lange Zeitspanne ist laut Polizeisprecher Patrick Maierhofer, dass nicht nach einer bestimmten Substanz gesucht wird, sondern umfassend auf viele Wirkstoffe getestet werden muss.

Unfall auf der Donauinsel: Frau lebte noch

Die Leiche der 32-jährigen Frau, die sowohl obdach- als auch beschäftigungslos gewesen ist, war am Mittwoch vollständig bekleidet auf einer großen Grünfläche in der Nähe der Ostbahnbrücke in der Donaustadt gefunden worden. Sie hatte einen Ausweis bei sich. Das Gutachten soll klären, ob die Frau – die laut Gerichtsmedizin bei dem Unfall noch gelebt hat – unter Drogen- oder Alkoholeinfluss gestanden ist und deshalb den Traktor nicht gehört hat.

Traktor-Lenker hatte Frau im Gras nicht bemerkt

Der Lenker des Traktors gab bei seiner Einvernahme an, die Frau in dem rund einen Meter hohen Gras nicht bemerkt zu haben. Vor den Mäharbeiten habe er die Grünfläche noch nach Spuren untersucht, aber keinerlei Hinweise dafür gefunden, dass sich jemand in dem meterhohen Gras aufhalten könnte. Der Lenker wurde wegen fahrlässiger Tötung angezeigt, dies kann sich abhängig vom Ergebnis des toxikologischen Befundes aber ändern.

(apa/red)

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