VGT kritisiert Pläne für berittene Polizei in Wien: Warnung vor Tierquälerei

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Die Pläne für eine berittene Polizei in Wien werden heftig kritisiert.
Die Pläne für eine berittene Polizei in Wien werden heftig kritisiert. - © dpa/Kay Nietfeld
Die FPÖ plant, eine berittene Polizei in Wien einzurichten. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) warnt in Bezug auf diese Pläne vor Tierquälerei. Der VGT wies darauf hin, dass Pferde weglaufen, wenn sie sich erschrecken. Innenminister Herbert Kickl würde nicht beachten, dass Pferde Fluchttiere sind.

“Das Pferd kann bei der Flucht stürzen oder sich anderweitig verletzen, die PolizistInnen vom erschrockenen Pferd abgeworfen werden, und für alle Menschen in der Umgebung des Pferdes besteht die Gefahr, niedergetrampelt und schwer verletzt zu werden”, warnte VGT-Campaigner David Fenzl.

Polizeipferde werden laut VGT in Ausbildung gequählt

“Dass die sensiblen Tiere schon bei der Ausbildung Situationen ausgesetzt werden, die komplett artfremd sind und als Tierquälerei bezeichnet werden müssen, ist nicht minder besorgniserregend”, so der VGT. “Die Pferde werden gezwungen, über brennende Hindernisse zu springen, entgegen ihrem Fluchtinstinkt in explodierende Feuerwerkskörper hineinzulaufen, und werden zur “Abhärtung” mit Gymnastikbällen beworfen”, sagte Fenzl. “Das ist für uns ganz klar Tierquälerei.”

Polizeipferde würden in München nicht bei Demos eingesetzt

Der Leiter der berittenen Polizei in München schätze das Verletzungsrisiko für Mensch und Tier so groß ein, dass er Polizeipferde bei Demonstrationen überhaupt nicht einsetze, betonte der VGT. Dies stehe konträr zu den Plänen des Innenministeriums. “Die Gefahr, die von Polizeipferden in einer stressigen Situation ausgeht, wird schlichtweg nicht ernst genommen”, so Fenzl. Der VGT hat eine Petition eingerichtet, die bisher nach Angaben des Vereins von mehr als 5.000 Personen unterschrieben worden ist.

APA/Red.

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