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Verlängerung der Wiener U-Bahn-Linie U1: Erste Fahrt nach Oberlaa absolviert

Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) und Stadträtin Ulli Sima (R/SPÖ) bei der U1-Erstbefahrung
Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) und Stadträtin Ulli Sima (R/SPÖ) bei der U1-Erstbefahrung ©APA (Sujet)
Eine Besichtigungsfahrt zeigte die Baufortschritte: Die Bauarbeiten rund um die Verlängerung der U1 Richtung Oberlaa schreiten voran. Nach Abschluss der Gleisbauarbeiten konnte die neue Strecke am Montag erstmals von einem Zug befahren werden.
Probefahrt mit der U1
VIENNA.at auf Tunnelbegehung
U1-Ausbau voll im Zeitplan
Lokalaugenschein der Baustelle

Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ), die Wiener Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) und Wiener Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl präsentierten im Rahmen einer Besichtigungsfahrt die Baufortschritte.

U1-Ausbau läuft ganz nach Plan

“Wir liegen voll im Kostenplan und im Zeitplan”, sagte Reinagl. Eröffnet werden soll die neue Strecke Richtung Süden am 2. September 2017. Derzeit wird vor allem am Innenausbau der Stationen gearbeitet. Die Wand- und Deckenpaneele sind in einigen Stationen bereits angebracht, auch die Steinmetzarbeiten mit der Verlegung von Steinplatten am Bahnsteig stehen vor dem Abschluss.

Da der Einbau der Strom- und Signaltechnik noch im Gang ist, musste der U-Bahn-Zug bei der Probefahrt am Montag noch von zwei Elektroloks gezogen bzw. geschoben werden. Die Arbeiten werden laut Reinagl im Frühjahr abgeschlossen sein. Danach beginnen die Einstell- und Testfahrten auf der neuen Strecke. Die Bauarbeiten seien bisher unfallfrei verlaufen, freute sich Reinagl. “Es gab keine gröberen Vorkommnisse, die heilige Barbara hat uns alle beschützt.”

Mit “Coolnessfaktor”: “Die U-Bahn ist das beste Verkehrsmittel in Wien”

Der Ausbau klappe wie am Schnürchen, versicherte auch Sima. “Wien ist eine wachsende Stadt, dem tragen wir auch insofern Rechnung, als wir die U-Bahn ausbauen”, sagte sie. Zufrieden mit dem Baufortschritt zeigte sich auch Verkehrsminister Leichtfried, der selbst Besitzer einer Jahreskarte ist und oft mit der U-Bahn ins Büro fährt, wie er erzählte. “Die U-Bahn ist meines Erachtens das beste Verkehrsmittel in Wien”, sagte er. Sie könne sowohl beim Tempo, der Erreichbarkeit und beim Preis als auch mit “einem gewissen Coolnessfaktor” punkten.

In 15 Minuten von Oberlaa zum Stephansplatz

Die Öffi-Fahrzeit von Oberlaa zum Stephansplatz wird künftig nur 15 Minuten betragen. Fünf neue Stationen – Troststraße, Altes Landgut, Alaudagasse, Neulaa und Oberlaa – kommen bei der Verlängerung dazu. Rund die Hälfte der Strecke verläuft unter der Erde, ab der Station Alaudagasse fährt die U-Bahn bis zur neuen Endstation Oberlaa an der Oberfläche.

Mit der Eröffnung des 4,6 Kilometer langen Abschnitts wird die U1 mit insgesamt mehr als 19 Kilometern Strecke zur längsten U-Bahnlinie Wiens. Rund 600 Millionen Euro werden in den Ausbau der roten Linie investiert. Die Kosten teilen sich Stadt und Bund zur Hälfte. Besonders profitieren werden die 50.000 Favoritner, die im Einzugsbereich der neuen Stationen leben. Auch die Therme Wien wird durch den U-Bahn-Ausbau schneller öffentlich erreichbar sein.

(apa/red)

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