Valencia: Geglückte Generalprobe für Duell mit Rapid

Valencia-Trainer Gary Neville herzt den Torschützen Álvaro Negredo.
Valencia-Trainer Gary Neville herzt den Torschützen Álvaro Negredo. - © AFP/José Jordán
Valencia schlägt nach zwölf sieglosen Ligaspielen Espanyol Barcelona, Trainer Gary Neville feiert seinen ersten Sieg in der Primera División.

Valencia kann in der spanischen Primera División doch noch gewinnen. Der schwächelnde sechsfache Meister beendete seinen eigenen Negativlauf am Samstagabend mit einem 2:1-Heimsieg gegen Espanyol Barcelona. Coach Gary Neville durfte sich damit über seinen ersten Ligaerfolg als Valencia-Trainer und eine gelungene Generalprobe vor dem Europa-League-Duell mit Rapid am Donnerstag freuen.

Valencia schaffte vorerst den Sprung auf Rang elf in der Tabelle, hält nach 24 Partien bei 28 Punkten. Das Thema Abstiegskampf konnte damit aktuell einmal auf die Seite geschoben werden, sieben Zähler beträgt die Differenz nun wieder zur Abstiegszone. Für den Champions-League-Finalisten von 2000 und 2001 war es der erste Ligasieg nach zuvor zwölf vergeblichen Anläufen sowie seit dem 5:1 bei Celta de Vigo am 7. November 2015. Neville hält nun nach elf Partien bei einem Sieg, sechs Remis und vier Niederlagen.

Valencia mit Sieg der Moral

“Wir werden jetzt den Spieß umdrehen”, hatte der im Dezember verpflichtete Neville vor seinem elften Ligaspiel angekündigt. Doch vorerst bot sich im Estadio Mestalla ein ähnliches Bild, wie in so manch vergangener Partie. Valencia hatte mehr vom Spiel, auch Chancen, ließ diese aber ungenutzt. Aufgrund eines individuellen Fehlers kam es für die Hausherren noch schlimmer: Óscar Duarte köpfelte vor dem bei einem Eckball schlecht aussehenden Goalie Diego Alves zum 0:1 (53.) ein.

Die Gastgeber steckten aber nicht auf und spielten für ihren Trainer. Auch die fast 35.000 Zuschauer im Stadion ließen ihre Mannschaft nicht hängen und wurden dafür belohnt. Nach schöner Einzelaktion des aufgerückten Rechtsverteidigers João Cancelo traf Joker Álvaro Negredo zum viel umjubelten Ausgleich (71.). Fünf Minuten später hätte Duarte neuerlich per Kopf beinahe wieder getroffen, das Tor fiel aber im Gegenzug auf der anderen Seite. Eine Feghouli-Flanke beförderte Denis Cheryshev per Kopf über die Linie (76.). Der russische Teamspieler war erst am 1. Februar von Real Madrid gekommen.

In der Schlussphase brachte Valencia den Sieg mit etwas Glück über die Zeit, der Klub offenbarte über 90 Minuten immer wieder Mängel in der Defensive, vor allem auch bei Standardsituationen. Rapid darf sich auch deshalb im Europa-League-Sechzehntelfinalhinspiel am Donnerstag (21:05 Uhr, live auf Puls 4, Sky und im VIENNA.at-Liveticker) in Spanien durchaus Chancen ausrechnen.

(APA, Red.)

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