Sybille Straubinger über BV-Neuwahl in der Leopoldstadt besorgt

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Sybille Straubinger zeigt sich angesichts der BV-Wahlwiederholung in Leopoldstadt besorgt.
Sybille Straubinger zeigt sich angesichts der BV-Wahlwiederholung in Leopoldstadt besorgt. - © APA
Voraussichtlich im September wird in Wien-Leopoldstadt die Bezirksvertretung neu gewählt, da es vergangenen Herbst zu Unregelmäßigkeiten bei der Briefstimmen-Auszählung gekommen ist. Die neue Wiener SPÖ-Landesparteisekretärin Sybille Straubinger blickt mit Sorgen auf die Neuwahl.

Die Wiener Roten bereiten einen Wahlkampf vor – für die Reprise der Bezirksvertretungswahl in der Leopoldstadt. Die ist von den Dimensionen zwar nicht mit der ebenfalls neu durchzuführenden Hofburg-Stichwahl vergleichbar, die neue Wiener SPÖ-Landesparteisekretärin Sybille Straubinger sieht jedoch die Möglichkeit, dass SPÖ-Wähler zuhause bleiben, da vor allem das Rennen um Platz 2 im Fokus stehe.

Neuwahl in der Leopoldstadt: “Die ganze Bezirksvertretung wird gewählt”

Wien wählt voraussichtlich am 18. September im zweiten Wiener Gemeindebezirk erneut. Unregelmäßigkeiten bei der Briefstimmen-Auszählung im vergangenen Herbst stießen dem Verfassungsgerichtshof sauer auf. Er ordnete eine Neudurchführung an – da das Rennen um Platz zwei sehr knapp war. Die Grünen lagen nur 21 Stimmen vor den Blauen. Klarer Sieger war damals die SPÖ (mit 38,64 Prozent, Anm.).

Nun fürchten die Stadt-Roten, dass die SPÖ-Sympathisanten ohnehin davon ausgehen, dass sich an Platz 1 nichts ändert. Verzichten zu viele von ihnen auf ein Erscheinen im Wahllokal, könnte aber zumindest der Vorsprung schmelzen: “Das werden wir versuchen, den Freunden im zweiten Bezirk deutlich zu machen, dass es auch um den Bezirksvorsteher (Karlheinz Hora, Anm.) geht – und dass die ganze Bezirksvertretung neu gewählt wird.”

“Die Gefahr besteht, dass dieses Match zwischen Blau und Grün ausgetragen wird. Aber es ist eine völlig neue Wahl”, warnte Straubinger im Interview. Man werde im Wahlkampf auch als Landesorganisation aktiv mitwirken, versprach sie. Schwierig sei die Situation auch, da sich Blau und Grün auch im Bundespräsidentenwahlkampf befänden.

Keine offizielle BP-Wahlempfehlung von Straubinger

Beim Hofburgurnengang ist die SPÖ hingegen formal nur Zuschauer. Auch die Nachfolgerin von Georg Niedermühlbichler – der in die Bundes-SPÖ gewechselt ist – will keine offizielle Wahlempfehlung abgeben: “Es gab bei der ersten Stichwahl vom Bundeskanzler bis zum Bürgermeister, von Nationalratsabgeordneten und vielen Landtagsabgeordneten persönliche Statements, wen sie wählen werden. Ich glaube, das ist auch heutzutage das sinnvollere, dass es Personen machen und keine Gesamtpartei.”

Wen die meisten innerhalb der SPÖ gewählt hätten, sei klar – nämlich Alexander Van der Bellen. “Ich kenne ihn ja auch persönlich, er ist jemand, der zuhören kann, wo man das Gefühl hat, er mag dieses Land und die Menschen.” Er eine ein Land und spalte es nicht, wie das bei Norbert Hofer der Fall sein, befand die Wiener SP-Parteimanagerin.

SPÖ-Landesparteisekretärin hofft auf schlechtes Abschneiden von Hofer

Sie hofft, dass das – im Vergleich zu anderen Bundesländern – schlechte Abschneiden des blauen Kandidaten in Wien sich wiederholt: “Wien ist einfach eine weltoffene Stadt. Und die Menschen, die da leben, die sehen schon auch, wie sehr Wien davon profitiert, dass wir eine tolerante Stadt sind.”

Toleranz propagiert Straubinger auch innerhalb der Partei – die zuletzt mit teils heftig geführten internen Richtungsdebatten aufgefallen ist. Unterschiedliche Meinungen, so beteuerte sie, seien jedoch nicht unbedingt ein Problem: “Ich glaube, dass es innerparteiliche Diskussion braucht.” Seit der Kür von Christian Kern zum Bundesparteichef hab sich außerdem viel geändert: “Es gibt jetzt eine sehr positive Stimmung, das merkt man schon sehr deutlich. Da geht schon eine Aufbruchsstimmung durch die Partei.”

>> Alle Infos zur Wien-Wahl und zur erneuten BV-Wahl

(APA)

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