Strickkurse im Laniato in Wien: Das Angebot im VIENNA.AT-Test

Von Daniela Herger
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Babydecke in progress: Beim Strickkurs im Wiener Woll-Café Laniato
Babydecke in progress: Beim Strickkurs im Wiener Woll-Café Laniato - © VIENNA.AT
Stricken boomt – unabhängig von der Jahreszeit. Wer Lust auf Selbergemachtes hat und in Sachen Anschlag, glatt, verkehrt noch nicht so sattelfest ist, sollte sich das Angebot im Woll-Shop Laniato in Wien-Landstraße einmal näher ansehen. In diesem wahren Mekka für Strickerinnen kann man nicht nur Wolle kaufen, sondern auch Strickkurse besuchen. VIENNA.AT hat für Sie einen solchen  ausprobiert.

Für viele, die hin und wieder zu den Nadeln greifen, ist Stricken eher etwas, das zum Winter gehört. Wird es wärmer, wenden sie sich anderen Hobbies oder Freizeitbeschäftigungen zu.

Stricken hat immer Saison

Dabei gibt es definitiv zu jeder Jahreszeit passende Strickprojekte – etwa, wenn sich in Familie oder Freundeskreis Nachwuchs ankündigt oder schon vorhanden ist. Eine Babydecke kann man schließlich immer brauchen. Und wer hier etwas wirklich Hübsches im professionellen Look verschenken will, dem sei ein Strickkurs im Laniato in Wien-Landstraße ans Herz gelegt.

Wer noch gar keine Ahnung davon hat, wie die Nadeln zu schwingen sind, für den ist der Grundkurs “Anschlagen – Glatt – Verkehrt” bestens geeignet. Wer schon Grundkenntnisse hat und ein bestimmtes Projekt in Angriff nehmen möchte, der kann strickend – oder auch häkelnd – tätig werden. Vom “Babyjäckchen mit Picotrand” bis hin zur “Babydecke” werden im Laniato Strick-Kurse angeboten. Letzteren hat eine Redakteurin von Vienna Online näher unter die Lupe genommen.

Redakteurin testet Laniato-Strickkurs

Wer das etwas versteckt, aber gut erreichbar in der Beatrixgasse 4 nahe der Landstraßer Hauptstraße gelegene Laniato betritt, weiß gar nicht, wohin er zuerst schauen soll: Wolle in allen Farben des Regenbogens, so weit das Auge reicht. Als Strickerin fühlt man sich sofort inspiriert. Doch diesmal bin ich ja zu einem bestimmten Zweck hier: um eine rosafarbene Babydecke zu stricken, an der die siebenmonatige Tochter einer Freundin hoffentlich ihre helle Freude haben wird.

Kaum habe ich das “Wiener Woll-Café” betreten, werde ich von Inhaberin Topsy Thun-Hohenstein freundlich begrüßt und bekomme meine “Ready to knit Box” überreicht – ein  fertig gepacktes Sackerl, in dem sich alles befindet, was ich für den heutigen Abend brauchen werde: acht Knäuel hochwertiger Lana Grossa-Wolle des Typs “Merino Big”, eine Bambus-Rundstricknadel der Stärke 4,5 in 80 Zentimetern Länge, eine Nähnadel und die Anleitung, nach der das gute Stück gestrickt werden soll. Neben hellrosa Wolle, für die ich mich entschieden habe, wären wahlweise auch hellbeige oder hellblau zur Verfügung gestanden.

Babydecke: Eine Anleitung – viele Fragen

Kurz darauf, als sich alle Teilnehmerinnen im Laniato eingefunden haben, geht es auch schon los: Unter fachkundiger Anleitung von Thun-Hohenstein gehen wir die auf den ersten Blick etwas kryptisch anmutende Anleitung gemeinsam durch. Alle Unklarheiten werden beseitigt, in der kleinen Gruppe kann jeder seine Fragen stellen.

Dann nehmen wir eine Maschenprobe in Angriff, in der alle im späteren Strickstück vorkommenden Muster schon einmal geübt werden. Besonders das Perlmuster sorgt immer wieder für Verwirrung, die allerdings dank der Kursleiterin keine bleibende ist: Mit einer Engelsgeduld erklärt sie auch zum zehnten Mal: “Beim Perlmuster immer das Gegenteil von dem stricken, was ihr seht.”

Für mich macht es endlich  “klick”, als ich mir merke: Sehe ich kleine V’s (nämlich glatte Maschen) stricke ich sie verkehrt ab – “v” wie verkehrt. Was nicht heißt, dass mir kein Fehler mehr unterläuft … Doch besser, dies geschieht in der Maschenprobe, als später bei der richtigen Babydecke. Eine echte Herausforderung wird, wie uns schnell klar ist, übrigens das Anschlagen der 150(!) Maschen für die Babydecke sein. Da heißt es konzentriert bei der Sache bleiben und, wie Thun-Hohenstein empfiehlt, am besten eine Strichliste führen, um nicht durcheinanderzukommen.

Verstrickt? Kein Problem

Verstricken kommt im Kurs mehr als einmal vor – dann ertönt: “Können Sie mir bitte mal helfen, ich glaub, ich hab da was falsch gemacht …” Thun-Hohenstein begutachtet, erklärt, und übernimmt in diesen Fällen auch rasch das ungeliebte Auftrennen, sodass von Neuem dort begonnen werden kann, wo noch alles gestimmt hat.

Konzentriert klappern die Nadeln in einer angenehm entspannten, ruhigen Atmosphäre, daneben wird nett geplaudert. Im Nu sind die zweieinhalb Kursstunden um. Von der Babydecke ist in dieser Zeit noch nicht allzu viel geschafft worden – doch wie es geht, ist uns allen inzwischen klar, und sollten Rückfragen auftreten, verspricht Thun-Hohenstein, dass man sie gerne kontaktieren könne.

Eins ist mir nach diesem Abend in netter Runde jedenfalls vollkommen klar: Es war garantiert nicht mein letzter Besuch im Laniato. Und wer mir das nächste Mal weismachen will, dass er ja gerne stricken wolle, aber dazu zu ungeschickt sei, den werde ich guten Gewissens an Topsy Thun-Hohenstein verweisen.

(DHE)

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