Strache und Kunasek wünschen sich “blaues Wunder” bei steirischer Landtagswahl

FPÖ-Spitzenkandidat Mario Kunasek will bei steirischer Landtagswahl überzeugen.
FPÖ-Spitzenkandidat Mario Kunasek will bei steirischer Landtagswahl überzeugen. - © APA
Unter dreistelliger Polizeipräsenz und Demonstration ging der Wahlkampf-Abschluss der FPÖ am Donnerstagabend am Grazer Hauptplatz über die Bühne. H.C. Strache und auch Spitzenkandidat Mario Kunasek erwarten bei der bevorstehenden Landtagswahl ein “blaues Wunder”.

Bundesparteichef Heinz-Christian Strache brachte am Grazer Hauptplatz bekannte FPÖ-Botschaften unters Volk, die von Demonstranten mit Pfiffen bedacht wurden – gröbere Zwischenfälle blieben aber laut Polizei aus.

Demo bei Abschlusskundgebung der FPÖ in Graz

Dass das auch anders hätte sein können, zeigte die massive Präsenz von Beamten im dreistelligen Bereich. Die Polizisten agierten zurückhaltend, waren aber überall gut sichtbar aufgestellt und trennten die rund 700 Strache-Fans und ihre weiß-grünen Fähnchen vor der Bühne von gut 800 Zuhörern und Demonstranten. Letztere machten freilich während der Reden lautstark auf sich aufmerksam, etwa mit Trillerpfeifen, Buh-Rufen und “Hetzer”-Chören.

Das Interesse von Freund und Gegner an blauen Feiern in der Grazer Innenstadt war freilich auch schon einmal größer, selbst während Straches Rede war es ohne Probleme möglich, sich in die erste Reihe zu stellen. “Schenkt uns euer Vertrauen”, warb Strache, “ich bin einer von und für euch”. Man habe nun die Chance auf Verdoppelung des Stimmenanteils, “ihr Steirer habt die Chance, Geschichte zu schreiben”. Bei der Pressekonferenz vor der großen Abschlusskundgebung hoffte er auf ein “blaues Wunder” von über 20 Prozent Stimmenanteil am Sonntag.

Große Ziele bei steirischer Landtagswahl

“Wir erwarten uns das historisch beste Ergebnis bei dieser Landtagswahl”, bekräftigte FPÖ-Landesrat Gerhard Kurzmann das Ziel, 17,5 Prozent zu überspringen. “Ich glaube, dass alles möglich ist”, gab sich Spitzenkandidat Kunasek optimistisch. Mit den Themen Asyl, Zuwanderung, Wohnen und Arbeit sei man bei der Landtagswahl in der Steiermark “richtig gelegen”, man erlebe in vielen Bereichen, dass Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) und sein Vize Hermann Schützenhöfer (ÖVP) versagt hätten.

Inhaltlich bot der FPÖ-Chef die bekannten freiheitlichen Schlager und wetterte gegen Rot und Schwarz auf Bundes- wie auf Landesebene. Die Steuerreform sei in Wahrheit eine Tarifumschichtung mit Steuererhöhungen. Gegen die organisierte Kriminalität brauche es Grenzkontrollen, denn die Kriminellen fürchteten sich gar nicht vorm Gefängnis, weil “so schön haben sie es teilweise zuhause nie gehabt”. Im Asylbereich braucht es für Strache strengere Regeln gegen “Missbrauch”. “Fehlentwicklungen” ortete er einmal mehr bei der Zuwanderung, und IS-Kämpfer sollten ein “One-Way-Ticket” ohne Rückkehrrecht bekommen.

Kunasek will keine Zustände wie in Wien

Spitzenkandidat Mario Kunasek hatte sich davor gegen die “rot-schwarze Drüberfahr-Politik” gewandt, die keine Impulse für Arbeitsplätze schaffe, aber Gemeinden zwangsfusioniere und trotz “Rekordkriminalität” Polizeidienststellen schließe. Auch er spannte rasch den Bogen Richtung Ausländer: “Wir wissen, dass nicht jeder Zuwanderer ein Krimineller ist, aber sehr viele Kriminelle sind Zuwanderer.” Er wolle keine Zustände wie in Wien, “wir wollen keine Ehrenmorde in Österreich und in der Steiermark haben”. Asylheime dürften nicht in der Nähe von Kindergärten und Schulen stehen, forderte er. “Gehen wir es gemeinsam an, machen wir die Steiermark blau!”

(APA/Red)

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