Richard Lugner setzt nun auf Gulasch-Verteilung statt Gratis-Kinokarten

Richard Lugner und seine Frau sehen sich bereits als "First Couple" Österreichs
Richard Lugner und seine Frau sehen sich bereits als "First Couple" Österreichs - © Ing. Richard Lugner
Wiens bekanntester Baumeiser und Hofburg-Kandidat Richard Lugner verzichtet nach einer Anzeige des Innenministeriums auf das Verteilen von Gratis-Kinokarten als Gegenleistung für Unterstützungserklärungen. Stattdessen will er nun allen Unterstützern bei einer Gulasch-Party in der Lugner City danken.

Das gab Lugner am Dienstag bekannt. Er sage die Aktion “aufgrund der eingebrachten Anzeige bei der Staatsanwaltschaft und der unklaren Rechtslage” ab, begründete Lugner seinen Schritt. Gleichzeitig machte er in einer Aussendung klar, dass er das Vorgehen gegen das Verteilen von Kino-Karten nicht gut heißt: “Dass man mir jetzt (…) mit Freiheitsstrafe droht, weil ich Unterstützer belohnen möchte, geht aber doch etwas zu weit”, kritisiert Lugner die Anzeige. “Mit einer Kinokarte wird niemand genötigt, am 24. April für mich zu stimmen.”

Gulasch-Party in der Lugner City

Leer ausgehen werden die Unterstützer dennoch nicht: “Zum Ende der Einreichungsfrist veranstalten wir in der Lugner City eine Unterstützerparty mit Gulasch und Freigetränken”, verkündete der Baumeister, der als Bundespräsident kandidiert, am Dienstag. Gleichzeitig betonte Lugner, dass auch andere Kandidaten mit “Benefits” um Unterstützer buhlen würden: “Anstatt falscher Wahlversprechen und Restpostenkugelschreiber hätte es bei mir Kinotickets gegeben!”

Ärger um Gratis-Kinokarten von Richard Lugner

Das Innenministerium hatte wegen der Verteilung von Gratis-Kinokarten für die Unterzeichnung von Unterstützungserklärungen gegen Lugner eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Wien eingebracht. Die Frage ist, ob der Paragraf 265 des Strafgesetzbuches (StGB) – der die Bestechung bei einer Wahl mit bis zu einem Jahr Haftstrafe bedroht – auch für das Verfahren zum Sammeln von Unterstützungserklärungen gilt. Lugner muss, um bei der Hofburg-Wahl antreten zu können, bis 18. März 6.000 Unterschriften sammeln.

>>Lugner will Unterstützer mit illegalem Kinogutschein locken

(apa/red)

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