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Polizei erwartet die Biker-Gang "Nachtwölfe" am Samstagabend in Wien

Am Schwarzenbergplatz ist eine Kranzniederlegung geplant.
Am Schwarzenbergplatz ist eine Kranzniederlegung geplant. ©APA
Die Wiener Polizei geht davon aus, dass die umstrittene russische Biker-Gang "Nachtwölfe" am Samstagabend in der österreichischen Bundeshauptstadt eintreffen wird. Man rechnet mit etwa 20 Mitgliedern, heißt es.
Biker-Gang auf dem Weg nach Wien
Kranzniederlegung geplant

Mitglieder der umstrittenen russischen Motorradfahrer “Nachtwölfe” sollen nach Informationen der Polizei in Österreich noch am Samstag von Bratislava nach Wien kommen. Das sagte Sprecher Patrick Maierhofer der APA. Den Informationen zufolge sollen die Kreml-nahen Biker nach 16.00 Uhr in Bratislava wegfahren. Es sei unklar, ob die Motorradfahrer in einem Konvoi anreisen, hieß es vonseiten der Polizei. Man habe jedenfalls eine “Begleitung” durch die Exekutive auf dem Weg in die Bundeshauptstadt angedacht.

Nachtwölfe am Schwarzenbergplatz in Wien

Man gehe davon aus, dass die “Nachtwölfe” zwischen 18.00 und 19.00 Uhr am Heldendenkmal der Roten Armee (Russendenkmal) auf dem Schwarzenbergplatz in Wien einen Kranz in Gedenken an das Kriegsende vor 70 Jahren niederlegen, sagte Maierhofer weiter. Die Polizei werde an Ort und Stelle präsent sein.

Biker-Gang auf umstrittener Tour durch Europa

Die dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nahestehenden “Nachtwölfe” wollen mit einer umstrittenen Tour von Moskau nach Berlin an den 70. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler-Deutschland erinnern. Polen hatte die Aktion als Provokation kritisiert und den Bikern die Einreise verweigert. Auch Deutschland hatte mehrere Visa der Rocker annulliert. Die Slowakei und Österreich sehen das lockerer bzw. abwartender. Einige “Nachtwölfe” sollen jedenfalls die Grenze in die EU passiert haben, teils auf Flughäfen.

Kritik an der “Siegestour”

Die Maßnahmen gegen die “Siegestour” haben russische Kritik nach sich gezogen und haben offensichtlich dazu geführt, dass ein großer gemeinsamer Motorradkonvoi nicht zustande gekommen ist. Zuletzt hieß es in Medien, Bratislava könnte zentraler Treffpunkt für auf verschiedenen Wegen anreisende Gruppenmitglieder sein. Anschließend wollten die Biker gemäß ihrer ursprünglichen Planung gemeinsam über Wien nach Berlin weiterfahren. Mitglieder des Biker-Klubs wurden nicht nur in Ungarn, sondern auch in Polen und Tschechien gesichtet. Ein “Nachtwolf” nahm an einer Kranzniederlegung in Budapest teil.

Die Beziehungen zwischen der EU und Moskau sind wegen der russischen Politik in der Ukraine-Krise derzeit äußerst belastet und angespannt. (APA)

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