Nach Paris-Terror: Frankreich bittet nach Anschlägen um Hilfe

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Frankreich will nach den Terroranschlägen von Paris offiziell den Beistand der anderen EU-Staaten anfordern.Wir berichteten am Dienstag live über die aktuellen Geschehnisse nach dem Terror in Paris.

Die französische Regierung will sich demnach auf Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrages berufen. Dort heißt es: “Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats schulden die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung (…).” Präsident Francois Hollande hatte den Schritt am Montag in seiner Rede vor dem Kongress in Versailles angekündigt. Dies wäre das erste Mal, dass diese Solidaritätsklausel zur Anwendung kommt.

Frankreich bittet um Unterstützung

Welche Art von Unterstützung sich Frankreich konkret vorstellt, war nach Angaben aus EU-Kreisen zunächst unklar. Diplomaten sagten, es könne um einen eher symbolischen Akt gehen, vielleicht aber auch um sehr konkrete Maßnahmen wie einen intensiveren Austausch von Geheimdienstinformationen.

Dass die Regierung eine aktivere Beteiligung von EU-Staaten im Kampf gegen die Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) im Irak und Syrien einfordert, wurde für eher unwahrscheinlich gehalten. Auch wenn der IS die Anschläge von Paris in Auftrag gegeben habe, werde Hollande mit seinen Forderungen vermutlich nicht so weit gehen, hieß es.

Schon jetzt beteiligten sich die meisten EU-Staaten an der US-geführten internationalen Allianz im Kampf gegen den IS. Auch Österreich hat sich dem Bündnis angeschlossen, beteiligt sich aufgrund der Neutralität jedoch nur mit humanitärer Hilfe.

Die französischen Forderungen sollen am Dienstag von Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian in Brüssel präsentiert werden. Für Österreich reist Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) zu dem EU-Treffen. Bei den Terroranschlägen von Paris waren mindestens 129 Menschen getötet worden. Mehrere Hundert wurden verletzt, etliche von ihnen schwebten am Montag noch immer in Lebensgefahr.

>> IS soll weitere Angriffe planen

Der Liveticker zum Nachlesen

Liveticker nach Paris-Terror

Der Konstanzer Pianist will den Menschen in Paris nach den Anschlägen Hoffnung geben und spielt "Image" von John Lennon. Hier geht's zum Video


Mit seinem nach den Paris-Anschlägen selbstgeschriebenen Song "Ein kleines Lied" scheint der Deutsche Alex Diehl einen Nerv getroffen zu haben: Mehr als vier Millionen Mal wurde der Clip bereits angesehen. Hier geht's zum Video


Vor der französischen Botschaft in Berlin zünden syrische Flüchtlinge Kerzen für die Opfer der Terroranschläge in Paris an. (Bild: AFP)

Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bestätigt: Der Paris-Terrorverdächtige Salah Abdeslam (26) befindet sich nicht unter den sieben Festgenommen. Die Festnahmen hingen demnach wohl nicht unmittelbar mit den Anschlägen in Paris zusammen.

Der Minister betonte: "Die Gefährdungslage ist wirklich hoch." Es bestehe nach wie vor Sorge, dass einer der Täter in Nachbarländer Frankreichs fliehe. Daher sei richtig, verstärkte Grenzkontrollen aufrechtzuerhalten. Es habe sich gezeigt, dass die Sicherheitsbehörden wachsam seien, um Folgeanschläge und Nachahmungstaten zu verhindern. Alle Hinweise seien nun "wachsam, entschlossen und ruhig" abzuarbeiten.

Frankreich und Russland schmieden Allianz im Kampf gegen IS:

Präsident Wladimir Putin und sein französischer Kollege François Hollande haben vereinbart, in Syrien militärisch und geheimdienstlich enger zusammenzuarbeiten. Moskau stufte den Sinai-Absturz als "Terroranschlag" ein und flog ebenso wie Frankreich neue Angriffe auf die Jihadistenmiliz IS in Syrien.

Kommende Woche will Hollande am Dienstag US-Präsident Barack Obama und am Donnerstag Putin treffen, um das internationale Vorgehen gegen die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS/Daesh) abzustimmen.

Ein französischer Jihadist namens Fabien Clain wurde indes als Sprecher der Bekennerbotschaft des Islamischen Staats (IS) zu den Anschlägen in Paris identifiziert. Clain wurde im Juli 2009 wegen der Rekrutierung von Jihadisten für den Kampf im Irak zu fünf Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Freilassung reiste er mit mehreren anderen Islamisten aus Toulouse nach Syrien aus, wo er sich der IS-Miliz anschloss. Von Syrien aus blieb er in Kontakt mit Dschihadisten in Frankreich. Er gilt als einer der Drahtzieher des gescheiterten Anschlags eines jungen Algeriers auf eine Kirche in Villejuif bei Paris im April.

Der Bruder des Flüchtigen Salah Abdeslam, Mohamed Abdeslam, kam am Montagabend auf freien Fuß, da er für den Abend der Pariser Anschläge ein Alibi hat. Er habe zusammen mit seiner Familie im Fernsehen von den Terroranschlägen erfahren: "Wir hätten nie gedacht, dass meine Brüder bei den Angriffen beteiligt waren." Er wisse nicht, wo sein Bruder sei und soll ihn in einem TV-Interview darum gebeten haben, sich zu stellen. (Bild: EPA)


Nach ersten Erkenntnissen ist der gesuchte Salah Abdeslam (26) nicht unter den sieben Festgenommenen in Alsdorf bei Aachen (D). Der 26-Jährige, ein Bruder eines der Selbstmordattentäter von Paris, wird weiter mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Festnahmen in Alsdorf:




UPDATE: Offenbar wurden sieben Personen in Alsdorf bei Aachen festgenommen, fünf Männer und zwei Frauen. Der Zusammenhang zu den Anschlägen in Paris werde geprüft.

Insgesamt fünf Festnahmen in Aachen:

Bei den fünf Verdächtigen handelt es sich um drei Männer und zwei Frauen, alle mit ausländischem Pass. Zwei Frauen und ein Mann wurden festgenommen, nachdem diese das Alsdorfer Jobcenter verlassen hatten. Am Nachmittag wurden dann zwei weitere Männer festgenommen.

Eine Augenzeugin berichtete, dass Spezialkräfte der Polizei mit Sturmmasken und Maschinenpistolen eine Straße im Alsdorfer Stadtteil Schaufenberg vorübergehend abgesperrt hätten.

Alsdorf bei Aachen ist eine Stadt mit knapp 50 000 Einwohnern im Dreiländereck Deutschland-Belgien-Niederlande.

(Bild: AFP)


Moskau bestätigt indes neue Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien. Russische Kampfflugzeuge hätten Ziele in der IS-Hochburg Raqqa sowie in der Provinz Deir al-Zor (Deir Ezzor) bombardiert.

Der russische Präsident Wladimir Putin wies die Marine seines Landes zudem an, im Mittelmeer "in direkten Kontakt" mit dem französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" zu treten. Dieser läuft am Donnerstag mit 26 Kampfjets an Bord ins östliche Mittelmeer aus. Beide Seiten sollten als "Verbündete" zusammenarbeiten, sagte er. Den Befehl richtete er vor allem an den Kapitän des Kreuzers "Moskwa" im Mittelmeer.

Auch die britische Polizei soll zwei Terrorverdächtige festgenommen haben, die das Land über den Fährhafen Dover womöglich Richtung Frankreich verlassen wollten. Die Festnahmen der beiden Männer im Alter von 20 und 22 Jahren am Sonntag stünden aber nicht im Zusammenhang mit der Anschlagsserie von Paris.

+++ Zwei weitere Festnahmen in Aachen +++

Spezialkräfte der deutschen Polizei haben im Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris zwei weitere Personen festgenommen. Sie seien in Alsdorf bei Aachen gefasst worden.

14:12 | ntatschl

Bayern beharrt auf schärferen Grenzkontrollen

Nach den Terroranschlägen von Paris beharrt die bayerische Staatsregierung auf schärferen Kontrollen an der Grenze zu Österreich. "Entscheidend ist, dass die Grenzen besser gesichert werden", sagte der deutsche Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München. Der Bund müsse hier "deutlich mehr Personal" zur Verfügung stellen. Geschehe dies nicht, wäre es "wenig verständlich", wenn der Bund das bayerische Hilfsangebot nicht annehmen würde, betonte er.
14:09 | ntatschl

Nach dem Terror in Paris hat nach John Oliver auch Steven Colbert in seiner Show Bezug zu den Anschlägen genommen.
14:06 | ntatschl

Rom will mehr in Sicherheitstechnologie investieren

Nach den Terroranschlägen in Paris will Italien mehr in Sicherheitstechnologie investieren. "Wir tun alles Mögliche, um die Sicherheit zu stärken. Ich werde der Regierung große Investitionen für Sicherheitstechnologie vorschlagen", betonte der italienische Premier Matteo Renzi.

Nicht nur die Sicherheitsausgaben, auch der Austausch zwischen Datenbanken der Polizeisysteme müsse gestärkt werden, mahnte Renzi am Dienstag in Rom. Er hoffe, dass Italien "mit Ausgewogenheit und Weisheit" auf die Offensive des fundamentalistischen Terrorismus reagieren werde. "Die Terroranschläge in Paris sind kein Krieg, sondern ein riesiger Angriff auf unsere Identität", so Renzi. Der italienische Premier warnte vor übereilten Reaktionen. "Wir sind fest entschlossen, gegen den Terrorismus vorzugehen. Doch wir können uns keine Reaktionen erlauben, die ein zweites Libyen verursachen könnten", mahnte Renzi.
14:04 | ntatschl

Eiffelturm erneut geschlossen

Der Pariser Eiffelturm ist am Dienstag erneut geschlossen worden. Nach den Terroranschlägen vom Freitag hatte der Turm erst am Montagnachmittag seine Türen wieder für Besucher geöffnet. Trotz Bewachung durch Polizisten und Soldaten seien weitere "organisatorische Anpassungen" nötig, teilte die Betreibergesellschaft nun mit.
13:25 | ntatschl

Update: Festnahmen in Deutschland:

"Wir haben Hinweise bekommen, dass sich einer der Gesuchten im Zusammenhang mit Paris möglicherweise in unserem Bereich aufhält", teilte ein Polizeisprecher der deutschen Presseagentur mit.

Ein Spezialeinsatzkommando habe drei Menschen festgenommen - zu den Umständen wurden keine Angaben gemacht. Die Identitäten seien noch nicht geklärt, die Vernehmungen liefen. Die Polizei sucht derzeit mit Haftbefehl den 26-Jährigen Salah Abdeslam, einen Bruder eines Selbstmordattentäters von Paris.
13:20 | ntatschl

+++ Paris-Terror - Drei Festnahmen nahe deutscher Stadt Aachen +++

Im Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Paris sind am Dienstag in Alsdorf bei Aachen drei Personen festgenommen worden. Dies teilte die deutsche Polizei mit.
13:05 | ntatschl

Nur wenige Fans gaben in London Tickets zurück

Von den schrecklichen Terrorattacken in Paris haben sich die Fußball-Fans vor dem Länderspiel der französischen Nationalmannschaft gegen England in London nicht abschrecken und einschüchtern lassen. Lediglich rund 100 Besucher wollten einem britischen Medienbericht zufolge ihre Tickets für das Match am Dienstagabend zurückgeben.

Hätten Zehntausende ihr Geld zurück haben wollen, hätte es Besorgnis ausgelöst. "Aber es ist genau das Gegenteil", sagte der Geschäftsführer des englischen Fußballverbandes, Martin Glenn, laut dem "Telegraph" (Dienstag). "Das Publikum hat den Wunsch, zu dem Spiel zu gehen, und den Glauben, dass es sicher ist. Die Menschen sind entschlossen, ihre Solidarität zu zeigen", betonte er. Am Dienstag sollten am Stadion keine Tickets mehr verkauft werden.

Um den rund 80.000 Besuchern, darunter auch Prinz William, sowie den beiden Teams vier Tage nach den Terrorattacken von Paris und Saint-Denis größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, wurde die Polizeipräsenz massiv erhöht. Schon beim Abschlusstraining am Dienstag bewachten bewaffnete Polizisten auch das Spielfeld. Bei öffentlichen Verkehrsmitteln, auf dem "Olympic Way" zum Stadion hin sowie im und um die Arena herum sind bewaffnete Polizisten im Einsatz, kündigte ein ranghoher Beamter Medienberichten zufolge an. Das sei etwas, was die Fans normalerweise nicht sehen würden.
12:51 | ntatschl

Keine Neuigkeiten zu in Bayern gefasstem Montenegriner

Die Polizei hat im Fall des in Bayern gefassten mutmaßlichen Waffenkuriers trotz umfangreicher Ermittlungen keine neuen Erkenntnisse. "Die Überprüfung durch die Polizeibehörden in Frankreich und Montenegro hat ergeben, dass der Mann bisher polizeilich nicht in Erscheinung getreten ist", sagte ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) am Dienstag in München.

Nach wie vor konnten die Ermittler keine Verbindung zwischen den Terroranschlägen in Paris und dem 51-Jährigen aus Montenegro herstellen. Dennoch ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft nach dem Fund des Waffenarsenals im Auto des Mannes wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Schleierfahnder hatten den Mann am 5. November auf der Autobahn Salzburg-München (A8) nahe Rosenheim kontrolliert und in dessen Leihwagen Handgranaten, Kalaschnikow-Gewehre, einen Revolver und TNT-Sprengstoff gefunden. Im Navigationsgerät war Paris als Ziel eingegeben.

Nach einem Bericht des ARD-Magazins "Fakt" (Dienstag, 21.45 Uhr) hat die montenegrinische Polizei bis Sonntagabend weder die Wohnung des mutmaßlichen Waffenkuriers durchsucht noch Angehörige befragt. Der Bruder des in U-Haft sitzenden 51-Jährigen sagte dem Magazin, ein anonymer Anrufer habe bei dem Autoverleiher nach dem Verbleib des Mietwagens gefragt. Der Bruder forderte den Tatverdächtigen laut dem Bericht auf, in Deutschland auszusagen. "Hilf dir selbst, erzähle der Polizei in Deutschland, was du weißt - es gibt keine Geheimnisse", schrieb er seinem Bruder demnach in einem Brief.
12:34 | ntatschl


12:32 | ntatschl

Religionsgemeinschaften verurteilen gemeinsam Gewalt

Die österreichischen Glaubensgemeinschaften verurteilen in einer gemeinsamen Erklärung den Missbrauch von Religion zur Rechtfertigung von Gewalt. Diese negiere alle Werte, auf denen das Zusammenleben in der Gesellschaft beruhe.

"Wir werden solchen Entwicklungen mit Entschlossenheit entgegentreten und alles dazu tun, dass sie nicht auch in Österreich, das bisher verschont geblieben ist, Platz finden", heißt es in der Erklärung, die unter anderem von katholischer und evangelischer Kirche, sowie von Islamischer Glaubensgemeinschaft und Israelitischer Kultusgemeinde gestaltet wurde.
12:21 | ntatschl

Fünf weitere Männer, die in Brüssel festgenommen worden waren, sind dagegen wieder auf freiem Fuß

Der Anwalt von Mohammed Amri sagte laut Belga, sein Mandant habe am Freitagabend einen Anruf des Terrorverdächtigen Salah Abdeslam bekommen mit der Bitte, ihn in Paris abzuholen. Daraufhin sei Amri gemeinsam mit Hamza Attouh von Brüssel nach Paris gefahren. Der graue VW Golf sei auf der Hin- und Rückfahrt im nordfranzösischen Cambrai kontrolliert worden. Auf dem Heimweg habe das Trio kein einziges Wort über das Attentat von Paris gesprochen. Die beiden Männer hätten Salah Abdeslam in Brüssel abgesetzt. Von ihm fehlt weiter jede Spur.
12:21 | ntatschl

Belgien gab Namen der verhafteten Verdächtigen bekannt

Es handelt sich um zwei Belgier aus dem als Islamistenhochburg bekannten Brüsseler Stadtteil Molenbeek, Mohammed Amri (27 Jahre alt) und Hamza Attouh (21 Jahre). Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga am Dienstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.

Den Männern wird im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris vorgeworfen, an einem Terroranschlag und einer terroristischen Vereinigung beteiligt gewesen zu sein. Ob bei den Hausdurchsuchungen bei den Verdächtigen Sprengstoff gefunden wurde, wollte die Staatsanwaltschaft nicht sagen. Die Polizei hatte die beiden am Samstag festgenommen, am Montag wurde Haftbefehl erlassen.
12:03 | ntatschl

+++ Paris-Terror - Mutmaßlicher Mittäter vor zwei Monaten in Österreich +++ Die Informationen dzu gibt es >>HIER<<
11:39 | ntatschl


11:31 | ntatschl


11:14 | ntatschl

Paris-Terror: Aktuelle Krise für Österreichs Politiker bewältigbar

20 Jahre Österreich in der EU lautete das Thema einer Veranstaltung des Außenministeriums am Montagabend in Brüssel. Einer der Hauptpunkte dabei waren natürlich auch die Anschläge in Paris. Die Experten waren sich einig, dass Europa die aktuelle Krise bewältigen kann. "Für eine negative Prognose bin ich zu jung", meinte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP).

"Die Union ist bisher bei jeder Krise gewachsen", sagte Benita Ferrero-Waldner, ehemalige österreichische Außenministerin und EU-Kommissarin, nunmehrige Präsidentin der EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung. Allerdings stehe die EU jetzt "vor ihrer größten Herausforderung seit ihrer Gründung", betonte Ferrero-Waldner. Das gelte sowohl für die Flüchtlingskrise als auch den Kampf gegen den IS-Terror. Er stimme der Aussage des Französischen Präsidenten François Hollande zu, dass Europa in einem Krieg stehe, sagte Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP). "Das ist ein Krieg, in dem wir nicht neutral sein können", sagte Rupprechter. Europa müsse gemeinsam seine europäischen Werte verteidigen.

Die Zeiten seien herausfordernden und schwierig, sagte Kurz. "Wir stehen alle unter dem Eindruck von Paris", meinte der Außenminister. Einigkeit herrsche in der EU, dass man sich "ideologisch dem IS-Terror entgegenstellen" müsse.
11:03 | ntatschl


11:01 | ntatschl


10:50 | ntatschl

Valls: Können jederzeit weitere Angriffe erleiden

Die französischen Behörden fahnden weiter nach möglichen Hintermännern der tödlichen Terrorangriffe von Paris. "Wir wissen nicht, ob es Komplizen jener gegeben hat, die getötet haben, jener, die diesen Horror in Paris angerichtet haben", sagte Premierminister Manuel Valls Dienstag früh im Sender France Inter.

"Es gibt vielleicht in Frankreich, in Belgien, Personen, die mit diesem Blutbad in Verbindung stehen." Frankreich sehe sich sowohl einer Bedrohung von innen als auch von außen gegenüber, so Valls. "Wir können jederzeit weitere Angriffe erleiden."
10:42 | ntatschl

Angst vor Anschlägen in Rom - Viele Stornos in Hotels

Die Angst vor möglichen Anschlägen in Rom nach der Terrorwelle in Paris wirkt sich offenbar negativ auf den Tourismus in der Ewigen Stadt aus. Die italienische Hauptstadt, die sich auf den für den 8. Dezember geplanten Beginn des "Jubiläumsjahres der Barmherzigkeit" vorbereitet, sieht sich mit Stornos von Urlaubern aus dem Ausland konfrontiert.

"Die Zahl der Absagen in den Tagen nach dem Angriff in Paris ist höher als sonst", bestätigte Roberto Necci, Präsident des regionalen Verbands der Hotelleiter. "Die Menschen haben Angst. Sollte dieser Kriegszustand weiterhin andauern, rechnen wir mit weiteren Stornos", so Necci. Der Hotelierverband Federalberghi hat eine Kommission eingerichtet, die die Auswirkungen der Terroranschläge in Paris auf den Tourismus in Rom unter die Lupe nehmen soll. Die Hoteliers befürchten, dass das Plus von fünf Prozent, mit dem sie in den nächsten Wochen dank des beginnenden Jubiläumsjahres gerechnet haben, ausbleiben könnte. "Leider gibt es Signale in diese Richtung, die unsere Sorge bestätigen", betonte der Präsident des Hotelierverbands Federalberghi, Giuseppe Roscioli. Dabei hatte die Ewige Stadt stark auf den "Jubiläumseffekt" gehofft, um ihre Wirtschaft nach Jahren der Rezession wieder in Bewegung zu bringen. Das von Papst Franziskus ausgerufene Jubiläumsjahr der Stadt sollte Schätzungen zufolge ein Wirtschaftswachstum von bis zu 2,5 Prozent bescheren, was einem Wachstum von 11 Mrd. Euro und zusätzlichen 5.000 Jobs - vor allem im Tourismusbereich - entspricht.

In den vergangenen Tagen wurden die Kontrollen rund um die vier Basiliken, darunter die Peterskirche, verschärft, welche Pilger während des Jubiläumsjahres in Rom traditionell besuchen. Strenge Sicherheitsvorkehrungen wurden unter anderem rund um die Basilika Santa Maria Maggiore, die Lateranbasilika und die Basilika von Sankt Paul vor den Mauern ergriffen. 2.000 Soldaten sollen die Straßen in Rom kontrollieren. Die Regierung Renzi will weitere 700 Sicherheitskräfte in Rom einsetzen. Schärfere Kontrollen werden auch auf Roms Flughäfen Ciampino und Fiumicino durchgeführt. Wegen der rigorosen Gepäckskontrollen bei den Reisenden bildeten sich lange Schlangen vor den Metalldetektoren. Die zivile Luftfahrtbehörde ENAC riet daher Reisenden, früher als sonst auf den Flughäfen zu sein. Während des Jubiläumsjahres könnten Teile des Luftraums über Rom gesperrt werden. Experten des Innenministeriums schließen Angriffe mit Flugzeugen oder Drohnen nicht aus.
10:04 | ntatschl

+++ Paris bat EU-Staaten offiziell um militärischen Beistand +++

Nach den Anschlägen von Paris hat Frankreich bei den EU-Partnern offiziell militärischen Beistand angefordert. Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian sagte laut Diplomaten beim Treffen mit seinen EU-Kollegen am Dienstag in Brüssel, Frankreich wünsche auf bilateraler Ebene und "im Rahmen ihrer Möglichkeiten" Unterstützung der EU-Länder im Kampf gegen die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS). Er berief sich dabei auf Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrages, wonach die EU-Länder einander bei einem bewaffneten Angriff Hilfe und Unterstützung schulden.
09:54 | ntatschl

Update - Frankreichs Luftwaffe griff erneut IS in Raqqa an

Die französische Luftwaffe hat in der Nacht erneut Angriffe auf die von der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) kontrollierte syrische Stadt Raqqa geflogen. Ziele seien eine Kommandozentrale und ein Ausbildungszentrum für Jihadisten gewesen, sagte ein Militärsprecher am Dienstag.

Es sei der zweite Angriff auf den IS in Raqqa binnen 24 Stunden gewesen, teilte das Verteidigungsministerium in Paris mit. Die Angriffe seien zeitgleich gegen 01.30 Uhr MEZ geflogen worden und hätten beide Ziele zerstört, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. Zehn Jagdbomber vom Typ Rafale und Mirage 2000 seien dafür aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Jordanien gestartet und hätten in Raqqa 16 Bomben abgeworfen. Die Ziele seien durch Aufklärungsflüge der französischen Armee identifiziert und die Angriffe in Abstimmung mit der US-Armee geflogen worden.

Der französische Präsident Francois Hollande hatte am Montag angekündigt, sein Land werde die Luftangriffe gegen den IS in Syrien verstärken. Er reagierte damit auf die Anschlagserie in Paris, bei der am Freitagabend mindestens 129 Menschen getötet und mehr als 350 weitere verletzt wurden. In der Folge hatten Frankreich und die USA einen verstärkten Austausch von Informationen über mögliche Angriffsziele in Syrien vereinbart. Die französische Armee will ihre Einsätze auch dank der Entsendung des Flugzeugträgers "Charles de Gaulle" ins östliche Mittelmeer deutlich ausweiten.

"Das wird unsere Handlungsfähigkeit verdreifachen", hatte Hollande am Montag in einer Rede vor dem Parlament im Schloss von Versailles gesagt. An Bord des Flugzeugträgers sind 26 Kampfjets. Sie kommen zu den zwölf französischen Kampfflugzeugen hinzu, die derzeit von den Vereinigten Arabischen Emiraten und Jordanien aus Angriffe auf den IS in Syrien fliegen. (Bild: EPA)
09:46 | ntatschl

Medien: Flüchtlinge reisten unter Attentäter-Namen ein

Laut dem serbischen TV-Sender RTS sind acht Flüchtlinge in Serbien mit gefälschten Pässen eingereist, die auf den selben Namen wie den des Paris-Attentäters Ahmad Almohammad lauteten. Fünf der Flüchtlinge gaben sich bei der Registrierung durch die serbischen Behörden demnach als Bürger Syriens, drei des Irak aus.

Die Richtigkeit der Angaben wurde von den Behörden auf Anfrage der APA zunächst nicht bestätigt. Das serbische Innenministerium hatte am Wochenende erklärt, dass einer der Selbstmordattentäter von Paris am 7. Oktober im südserbischen Presevo angekommen war, wo er formell um serbisches Asyl ersucht habe.
09:46 | ntatschl

Premier Valls kündigte mehr Mittel für Polizei an

Der französische Premierminister Manuel Valls hat eine deutliche Aufstockung der Mittel für Polizei, Gendarmerie und Geheimdienst angekündigt. Den Sicherheitsbehörden müssten "noch nie dagewesene Mittel" gegeben werden, sagte Valls Dienstag früh dem Radiosender France Inter.

Da im Gegenzug nicht bei anderen Ressorts gekürzt werde, werde Frankreich "zwangsweise" seine europäischen Budgetziele nicht einhalten können. "Wir müssen das annehmen, und Europa muss das verstehen", sagte Valls. Präsident Francois Hollande hatte am Montag in seiner Rede vor dem Parlament bereits die Schaffung von 8.500 neuen Stellen bei den Sicherheitsbehörden und in der Justiz angekündigt. Demnach sollen bei Polizei und Gendarmerie 5.000 neue Stellen geschaffen werden, 2.500 in der Justiz und 1.000 beim Zoll. Damit solle der Kampf gegen den Terrorismus verstärkt und allgemein die Sicherheit des Landes verbessert werden, sagte Hollande vor den Senatoren und Abgeordneten, die im Schloss von Versailles versammelt waren.

In den Streitkräften sollten alle geplanten Stellenstreichungen zurückgenommen und das jetzige Niveau bis zum Jahr 2019 beibehalten werden, sagte der Präsident. Mit den zusätzlichen Kräften sollten die Einsatzkräfte, die Aufklärung und die Cyberabwehr verstärkt werden. Der Präsident sagte, er sei bereit, dafür zusätzliche Ausgaben in Kauf zu nehmen. Der konservative frühere Premierminister Alain Juppe begrüßte am Dienstag die Ankündigung und sagte, die konservative Vorgängerregierung habe "zweifellos Unrecht" gehabt, vor 2012 zehntausend Stellen zu streichen.

Die EU-Kommission wollte am Dienstag ihre Einschätzung zu den Budgetentwürfen der EU-Staaten für das kommende Jahr vorstellen. Bereits vor den Anschlägen war die Brüsseler Behörde davon ausgegangen, dass Frankreich seine Defizitziel von drei Prozent der Wirtschaftsleistung nicht schaffen würde.
09:39 | ntatschl

+++ Absturz der russischen Passagiermaschine war Anschlag +++

Der Absturz der russischen Passagiermaschine über Ägypten ist nach russischen Angaben von einer Bombe an Bord verursacht worden. Das teilte der Inlandsgeheimdienst FSB in Moskau der Agentur Interfax zufolge mit.
09:29 | ntatschl

Rom wegen Sicherheit des Jubiläumsjahres besorgt

Nach den Terroranschlägen in Paris hat sich der italienische Innenminister Angelino Alfano über die Sicherheit des Jubiläumsjahres besorgt gezeigt, das der Papst am 8. Dezember eröffnet und das Millionen von Pilgern nach Rom locken wird. "Rom und der Papst sind das Ziel von hasserfüllten Drohungen", berichtete Alfano in einem Bericht vor dem Parlament am Montagabend.

Das italienische Innenministerium will die Sicherheit für Großveranstaltungen verstärken. Gemeint sind religiöse, kulturelle und sportliche Veranstaltungen. Ins Visier der Attentäter in Frankreich seien sogenannte "Soft Targets" wie ein Fußball-Stadion, ein Konzerthaus und Restaurants geraten, die schwer zu schützen seien, kommentierte Alfano. Verschärft wird die Sicherheit rund um den Vatikan. Außerdem sollen Schutzmaßnahmen für Angriffe aus der Luft, unter anderem mit Drohnen, ergriffen werden, so der Minister.

Die Regierung bestätigte Pläne, mehr Finanzierungen für die Sicherheit zur Verfügung zu stellen. Indiskretionen zufolge soll die Regierung bis zu zusätzlichen 300 Mio. Euro für den verstärkten Einsatz von Soldaten und Polizisten ausgeben. Allein in Rom sollen zusätzliche 700 Militärs zur Überwachung sensibler Einrichtungen eingesetzt werden.
09:18 | ntatschl

Premier Valls: Frankreich verfehlt Defizitziel

Frankreich wird nach Worten von Regierungschef Manuel Valls wegen steigender Ausgaben für die nationale Sicherheit das EU-Ziel für das Staatsdefizit verfehlen. Man werde die Vorgaben auf keinen Fall einhalten, da man nicht an anderer Stelle sparen werde, sagte Valls am Dienstag dem Radiosender France Inter.

Die EU und die EU-Kommission müssten verstehen, dass "dies ein Kampf ist, der Frankreich betrifft und auch Europa", betonte Valls im Hinblick auf das Vorgehen gegen die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS). Diese hatte sich zu den Anschlägen am Freitag in Paris bekannt, bei denen rund 130 Menschen getötet wurden.

Die Regierung in Paris will rund Zehntausend zusätzliche Polizisten und Sicherheitskräfte einstellen. Der Budgetentwurf für 2016 sieht bisher vor, dass das französische Defizit auf 3,3 Prozent sinkt von 3,8 Prozent 2015. Die Obergrenze in der EU für neue Schulden im Verhältnis zur Wirtschaftskraft liegt bei drei Prozent.
08:43 | ntatschl

128 Durchsuchungen in der Nacht in Frankreich

In der Nacht auf Dienstag sind in Frankreich 128 Wohnungen durchsucht worden. Die Razzien seien im Rahmen des Ausnahmezustands erfolgt, sagte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve dem Radiosender France Info am Dienstagmorgen. Die Polizei komme bei ihren Ermittlungen gegen die Hintermänner der Pariser Anschläge rasch voran, sagt Cazeneuve. Details nennt er nicht.

Nach der Mordserie vom Freitag mit mindestens 129 Todesopfern seien landesweit 115.000 Polizisten und Soldaten mobilisiert worden, sagte er. In der Nacht auf Montag hatte es 168 Durchsuchungen gegeben, die zu 23 Festnahmen führten und bei denen 31 Waffen gefunden wurden. Sie erfolgten im islamistischen Milieu insbesondere in den Regionen von Paris, Lyon, Grenoble, Toulouse und Lille. Der Ausnahmezustand war nach den Anschlägen mit 129 Toten am Freitagabend von Präsident Francois Hollande verhängt worden. Er erlaubt insbesondere Durchsuchungen in der Nacht ohne richterlichen Beschluss.

Die Razzien am Montag hatten standen aber nicht in direktem Zusammenhang mit den Ermittlungen zu den islamistischen Anschlägen, bei denen sieben Attentäter getötet wurden, ein mutmaßlicher achter Attentäter wird dringend gesucht. Bisher wurden fünf der sieben toten Angreifer identifiziert, mehrere Angehörige wurden festgenommen. Cazeneuve nahm die französischen Sicherheitsbehörden gegen Kritik in Schutz. Die Anschläge seien im Ausland vorbereitet worden und die Attentäter hätten Menschen mobilisiert, die den französischen Diensten nicht bekannt gewesen seien.
08:34 | ntatschl


08:17 | ntatschl

Paris will Syrien-Rückkehrer unter Hausarrest stellen

Als Konsequenz aus den Anschlägen von Paris sollen Syrien-Rückkehrer nach dem Willen der französischen Regierung künftig unter Hausarrest gestellt werden können. Geplant seien "drakonische Überwachungsmaßnahmen" für Rückkehrer aus Syrien oder dem Irak, verlautete am Montagabend aus Regierungskreisen in Paris.

Geschaffen werden solle ein "Rückkehr-Visum", das Syrien- und Irak-Reisende für die Rückkehr auf französischen Boden brauchen sollen. Um die Pläne umzusetzen, müsse die Verfassung in Teilen geändert werden, hieß es. Geplant sei auch, über das bisher geltende Gesetz über den Ausnahmezustand die Möglichkeit zur Ausrufung des Notstands zu schaffen, um im Kampf gegen den Terrorismus leichter Sondermaßnahmen ergreifen zu können.

Der französische Präsident Francois Hollande hatte in einer Rede vor dem Parlament am Montag Verfassungsänderungen als Reaktion auf die Anschläge von Paris gefordert. Er will zudem den in der Nacht auf Samstag verhängten Ausnahmezustand auf drei Monate verlängern.
08:03 | ntatschl


07:50 | ntatschl

Frankreich flog erneut Angriffe auf syrisches Raqqa

Vier Tage nach den Anschlägen von Paris hat die französische Luftwaffe am Dienstag erneut einen Angriff auf die Jihadisten-Hochburg Raqqa im Norden Syriens geflogen. Wie das französische Militär mitteilte, wurden dabei ein Kommandoposten und ein Trainingszentrum der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zerstört. Es sei der zweite Angriff auf den IS in Raqqa binnen 24 Stunden, hieß es.

Frankreichs Präsident Francois Hollande hatte am Montag angekündigt, sein Land werde die Luftangriffe gegen den IS in Syrien verstärken. Er reagierte damit auf die Anschlagserie in Paris, bei der am Freitagabend mindestens 129 Menschen getötet und mehr als 350 weitere verletzt wurden.
07:50 | ntatschl

US-Verteidigungsminister fordert Europäer zum Handeln auf

US-Verteidigungsminister Ash Carter hat die europäischen Verbündeten zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen die radikal-islamistische IS-Miliz aufgefordert. "Wir wollen mehr tun. Wir halten Ausschau nach jeder Gelegenheit, die wir kriegen können, um den IS anzugehen. Aber es ist für uns wichtig, dass auch andere mitmachen", sagte Carter am Montag auf einer Veranstaltung des "Wall Street Journal".

"Ich hoffe, dass diese Tragödie den Effekt haben wird, andere wachzurütteln, so wie sie die Franzosen wachgerüttelt hat", fügte er hinzu. Es war Carters erster öffentlicher Auftritt seit Paris am Freitagabend von einer koordinierten Anschlagsserie erschüttert wurde.
07:48 | ntatschl

Frankreich schickt Flugzeugträger in Kampf gegen IS

Nach den Anschlägen von Paris will Frankreich seinen Flugzeugträger in den Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) schicken. Der Flugzeugträger "Charles de Gaulle" werde am Donnerstag in Richtung östliches Mittelmeer auslaufen, sagte Präsident Francois Hollande am Montag in eine Rede vor dem Parlament im Schloss von Versailles. "Das wird unsere Handlungsfähigkeit verdreifachen."

An Bord des "Charles de Gaulle" befinden sich 26 Kampfjets. Sie kommen zu den zwölf französischen Kampfflugzeugen hinzu, die derzeit von den Vereinigten Arabischen Emiraten und Jordanien aus Angriffe auf den IS in Syrien fliegen. Mit insgesamt 38 Kampfjets wird die französische Luftwaffe in der Lage sein, ihre Einsätze gegen den IS zu intensivieren. Durch die Stationierung des Flugzeugträgers im östlichen Mittelmeer verringert sich die Entfernung zwischen den Kampfjets und ihrem Einsatzgebiet deutlich.

Als Reaktion auf die Anschläge von Paris, bei denen am Freitagabend mindestens 129 Menschen getötet wurden, hatten französische Kampfflugzeuge am Sonntagabend eine Kommandozentrale und ein Ausbildungscamp der Jihadisten in ihrer syrischen Hochburg Raqqa angegriffen. Hollande sagte am Montag in seiner Rede, die Einsätze würden in den kommenden Wochen fortgesetzt. Frankreich befinde sich "im Krieg gegen den jihadistischen Terrorismus, der die ganze Welt bedroht".

Die französische Regierung hatte am Freitag - vor den Anschlägen von Paris - die Entsendung des Flugzeugträgers in den Persischen Golf angekündigt. Der einzige französische Flugzeugträger "Charles de Gaulle" war bereits von Februar bis März im Einsatz gegen die Extremisten im Irak und liegt derzeit zu Wartungsarbeiten im Mittelmeerhafen Toulon.
07:47 | ntatschl

Fußball-Freundschaftsspiel Belgien-Spanien abgesagt

Nach einer Anhebung der Terrorwarnstufe in Belgien hat der Fußballverband des Landes ein für Dienstagabend geplantes Freundschaftsspiel gegen Spanien abgesagt. Nach Angaben des belgischen Fußballverbandes hat die Regierung aus Sicherheitsgründen empfohlen, das Spiel ausfallen zu lassen.

Im ausverkauften Stadion Roi Baudouin in Brüssel waren etwa 50.000 Fans erwartet worden. Der Verband bedauerte, dass das Spiel so spät abgesagt werden musste. Grund sei die erhöhte Terrorwarnstufe in Belgien sowie der Umstand, dass ein Terrorverdächtiger von Paris weiterhin auf der Flucht sei. Die belgische Regierung hatte die Terrorwarnstufe auf drei heraufgesetzt. Auf der vierstufigen Skala bedeute dies, dass eine Bedrohung als "möglich und wahrscheinlich" angesehen wird. Nach der Serie von Terroranschlägen in Paris vom Freitag mit mindestens 129 Toten und Hunderten Verletzten waren gegen zwei Terrorverdächtige in Belgien am Montag Haftbefehle erlassen worden.

Nach wie vor fahndet die belgische Polizei unter Hochdruck nach Salah Abdeslam. Der 26-Jährige ist der Bruder eines Selbstmordattentäters von Paris und zur Fahndung ausgeschrieben. Ein vierstündiger Spezialeinsatz der belgischen Polizei in dem als Islamistenhochburg bekannten Brüsseler Stadtteil Molenbeek brachte am Montag keinen Erfolg.
07:41 | ntatschl

Cameron will Milliarden in Spezialkräfte investieren

Nach den Terrorangriffen von Paris will der britische Premierminister David Cameron die militärischen Spezialkräfte mit Milliarden-Investitionen schlagkräftiger machen. Innerhalb der nächsten fünf Jahr sollen zusätzlich zwei Milliarden Pfund (2,8 Milliarden Euro) investiert werden, kündigte Cameron am Montagabend in London an.

Das Geld soll nach Medieninformationen für neue Waffen, Ausrüstung sowie vermutlich für Hubschrauber und Drohnen im Anti-Terror-Kampf ausgegeben werden. Außerdem solle die Entwicklungshilfe mehr Geld zur Stabilisierung solcher Länder aufwenden, die zur Brutstätte von Terroristen werden könnten, sagte Cameron. Bereits zuvor hatte er 1.900 neue Stellen für die Geheimdienste versprochen.

(APA)

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