IS bekennt sich zu Anschlägen in Paris

Akt.:
IS bekannte sich zu den Terroranschlägen in Paris.
IS bekannte sich zu den Terroranschlägen in Paris. - © EPA
Die Jihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS) hat sich am Samstag zu den Anschlägen in Paris bekannt. Bei den Angriffen waren mindestens 128 Menschen getötet worden.


Die Jihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS) übernahm die Verantwortung für die Anschlagsserie von Paris. In einer am Samstag im Internet veröffentlichten Erklärung hieß es, “acht Brüder” mit Sprengstoffgürteln und Sturmgewehren hätten einen “gesegneten Angriff” auf das “Kreuzzug-Frankreich” verübt.

IS bekennt sich zu Terroranschlägen

Zuvor hatte bereits der französische Präsident Francois Hollande den IS für die Anschläge verantwortlich gemacht, bei denen am Freitagabend mindestens 128 Menschen getötet wurden.

Ausnahmezustand in Paris

Nach den Terroranschlägen von Paris hat die französische Regierung den Ausnahmezustand verhängt. Dieser erlaubt Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und die Einrichtung spezieller Sicherheitszonen.

Paris. Vorgesehen ist der Ausnahmezustand laut Gesetz entweder “für den Fall unmittelbarer Gefahr durch schwere Gefährdungen der öffentlichen Ordnung” oder “für den Fall von Ereignissen, die durch ihre Art und ihre Schwere den Charakter einer öffentlichen Katastrophe darstellen”.

In einem zweiten Rechtsakt hat der französische Ministerrat spezielle Polizeimaßnahmen für den Großraum Paris in Kraft gesetzt. Als gefährlich eingestufte Personen können damit Hausarrest auferlegt bekommen und Versammlungsräume vorübergehend geschlossen werden. Außerdem können die Behörden die Abgabe von Waffen verlangen und Hausdurchsuchungen verlangen. Zusätzlich kontrolliert Frankreich die Grenzen.

Botschafter: IS will, “dass wir Angst vor Ihnen haben”

“Ihr Ziel ist, dass wir Angst vor Ihnen haben”, konstatierte der französische Botschafter in Österreich, Pascal Teixeira da Silva, am Samstag angesichts der neuen Anschlagswelle in Paris. “Aber das wird ihnen nicht gelingen”, bekräftigte der Botschafter im Ö1-Mittagsjournal.

“Wir wussten, es gibt das Risiko eines neuen Anschlages”, sagte Teixeira da Silva. Man habe die Bedrohung nicht unterschätzt, “100-prozentige Sicherheit” sei aber niemals zu erreichen. “Daesh (der “Islamische Staat”, Anm.) führt Krieg gegen alle, die ihre Ideen nicht teilen”, sagte der Botschafter. Die beste Antwort darauf sei “Einheit, Entschlossenheit, Besonnenheit – und mit klarem Kopf zu handeln”.

(APA/Red)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


Werbung