Interview mit Conchita Wurst: “Ich höre mir mein Album eigentlich ständig an”

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Das erste Album von Conchita Wurst erscheint am 15. Mai.
Das erste Album von Conchita Wurst erscheint am 15. Mai. - © Markus Morianz
Am 15. Mai 2015 erscheint das erste Album von Song Contest-Gewinnerin Conchita Wurst. Sie selbst hört ihr Album derzeit “ständig”, um nach Fehlern zu suchen, wie sie im Interview verrät.

Dein Debütalbum „Conchita“ erscheint ein Jahr nach deinem Sieg beim Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen. Wie war das Jahr – dein Jahr?

Conchita Wurst: Wie war mein Jahr? Unfassbar kurz, sehr intensiv und wunderschön.

Welches Gefühl verbindet dich heute noch mit „Rise Like A Phoenix“?

„Rise Like A Phoenix“ ist und war von der ersten Sekunde an ein sehr, sehr emotionales Lied für mich und ein sehr wichtiges Lied. Und deswegen durfte das natürlich auf der Platte nicht fehlen.

Welche Länder hast du im letzten Jahr besucht?

Ich durfte das vergangene Jahr wirklich sehr, sehr viel mit Reisen verbringen und habe unter anderem meine Liebe zu Paris entdeckt und meine Liebe zu London. Ich war auch in Los Angeles, was mir unheimlichen Spaß gemacht hat. Und ja, für die Zukunft werden es wohl nicht weniger Reisen werden.

Wird Conchita in verschiedenen Ländern und Kulturkreisen unterschiedlich wahrgenommen?

Ich habe eigentlich keine Unterschiede festgestellt, wie ich wahrgenommen werde, weder musikalisch noch visuell. Eigentlich ist das alles sehr, sehr ähnlich.

Du hast deine Biografie veröffentlicht – was erfahren wir darin über Conchita?

Mein erstes Buch kam raus und ich bin wahnsinnig stolz, dieses wunderschöne Stück in meinen Händen halten zu dürfen. Mittlerweile wird es schon in einige Sprachen übersetzt – Deutsch, Englisch, Italienisch, Portugiesisch und Französisch. Und auf das bin ich schon sehr, sehr stolz. Ich hoffe, dass ich niemanden enttäusche, aber es gibt keine dunklen Geheimnisse, die ich in diesem Buch lüfte. Es ist ganz simpel meine Geschichte von meinen Jugendtagen an bis jetzt eigentlich. Und über jeden, der das gerne lesen wollen würde, würde ich mich sehr freuen. Aber wie gesagt, dunkle Geheimnisse habe ich nicht gelüftet.

Wie entstand dein Debütalbum „Conchita“?

Das Album entstand aus einem tiefen Wunsch heraus. Mir wurden ganz, ganz viele Demosongs geschickt, die durch das Erarbeiten dann am Ende des Tages zu meinen Liedern wurden. Das hat ein Stück gedauert, aber ich denke, es ist wunderschön geworden.

Welche Stile sind auf dem Album zu hören?

Das Album ist wahnsinnig facettenreich. Um nicht zu viel zu verraten: ich habe Nummern auf dem Album, die kommen aus der Familie des Swing. Es gibt große Balladen, es gibt Dancefloor-Sound und Alles in Allem: es ist eigentlich meine ganz persönliche Tracklist, wenn man so möchte.

Gibt es eine gemeinsame Klammer, einen roten Faden?

Ich denke, dass wir im Laufe des Erarbeitens einen roten Faden gefunden haben. Er war mir aber in erster Instanz gar nicht so wichtig, um ehrlich zu sein. Aber Alles in Allem ist es wirklich eine sehr, sehr runde Geschichte geworden. Viele Elemente, die ich bei vielen Songs sehr, sehr stark hervorhebe, kommen in den anderen auch vor. Somit ist alles sehr homogen.

Ein Jahr als amtierende Eurovision Siegerin neigt sich dem Ende. Was kommt danach?

Nach diesem Jahr, mit dem Songcontest im Rücken, werde ich nicht aufhören zu arbeiten um mein Leben zu genießen. Es sind viele Reisen angedacht, es sind viele Promotermine angedacht, die natürlich das Album vorwiegend unterstützen sollen, aber nichtsdestotrotz möchte ich auch ganz einfach die Welt sehen.

Wird es eine Tour von Conchita geben?

Es gibt noch keine fixen Termine, also eine Tour im traditionellen Sinne wohl noch nicht. Aber es sind viele Reisen geplant und ich möchte definitiv viele Länder kennenlernen und vor allem auch meine Fans, die sich ja nun doch über den ganzen Globus verteilen.

Hörst du dir dein eigenes Album auch mal privat an?

Ich höre mir mein Album eigentlich ständig an, also tatsächlich in der Endlosschleife. Nicht immer nur, weil ich es jetzt wahnsinnig genieße, sondern einfach auch um eventuelle Fehler zu hören, die ich dann in der Live-Situation vielleicht anders machen würde. Aber ich liebe es sehr.

Hier finden Sie alle Infos zum Song Contest in Wien.

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