Hinter den Kulissen des ESC-Aufbaus: “Prioritäten setzen und Ruhe bewahren”

Von Sarah van den Berg
Markus Pubek ist Leiter des Veranstaltungsmanagements der Wiener Stadthalle.
Markus Pubek ist Leiter des Veranstaltungsmanagements der Wiener Stadthalle. - © VIENNA.at
“Wie läuft’s, habt’s an Stress?” – Diese Frage wird Markus Pubek, Leiter des Veranstaltungsmanagements der Wiener Stadthalle, derzeit oft gestellt. Seit dem 7. April laufen die Aufbauarbeiten für das Event der Superlative, dessen Finale am 23. Mai 2015 stattfindet.

Der Eurovision Song Contest sei nicht vergleichbar mit anderen Shows in der Wiener Stadthalle, meint Markus Pubek im Interview mit VIENNA.at. “Das Ausmaß dieser Veranstaltung in Bezug auf Fläche, Personen und Anzahl der TV-Zuschauer unterscheidet sich grundlegend von anderen Veranstaltungen. Es sind diese Superlative, die dieses Event einzigartig machen.”

Seit August 2014 laufen die Vorbereitungen

“Mein Team und ich unterstützen den ORF mit Rat und Tat”, so Pubek, der bereits seit August 2014 intern mit Fachabteilungen, sowie extern mit dem ORF und Behörden die Durchführung des Events plant: Im Vorfeld gab es zahlreiche Begehungen, bei denen die Produktionsbedingungen geprüft, die Koordination der Hallenbelegung besprochen – schließlich gibt es in der Stadthalle selbst während der Umbauphase noch Konzerte – und Details zu Ton und Licht festgelegt worden sind. Sein siebenköpfiges Team sieht Pubek als Schnittstelle im Informationsfluss zwischen Halle und Veranstalter. Wer ihn fragt, ob er “an Stress” hat, bekommt folgende Antwort: “Drei Dinge sind bei unserer Arbeit wichtig: Teamwork, Prioritäten setzen und Ruhe bewahren.”

Am 7. April hat der Aufbau für den ESC in der Wiener Stadthalle begonnen. ORF/Günther Pichlkostner ©

Auch wenn die Planung und der Aufbau über Monate hinweg laufen, wird er am Abend des Finales mit Funk ausgestattet in der Stadthalle anzutreffen sein, “um im Backstage- und im Publikums-Bereich nach dem Rechten zu schauen”: “Alles kann man nicht planen, es wird sicher noch Dinge geben, die spontan geregelt werden müssen.” Durch andere Großveranstaltungen sei aber bei allen Mitarbeitern die dafür erforderliche Routine vorhanden.” Verstellte Fluchtwege, belegte Parkplätze oder Ordner, die umpositioniert werden müssen: “Es gibt viele Punkte, die der Fernsehzuschauer gar nicht sieht, die geregelt werden müssen.”

Aufbauarbeiten in der Wiener Stadthalle

Am 7. April haben die Aufbauarbeiten in der Wiener Stadthalle bereits begonnen. Und das ESC-Motto “Building Bridges” wird hier sehr wörtlich umgesetzt: Derzeit entstehen sehr viele Kabelbrücken in der und um die Stadthalle herum – insgesamt werden rund 20 Kilometer Kabel zum Einsatz kommen. Pubek freut es sehr, zu sehen, “wie das wächst”. Und auch die Begeisterung sei groß: “Man merkt in der Halle bei allen Arbeitern, dass sie stolz sind, dabei zu sein.”

Selbst wenn es für Pubek heißt, dass er mit dem Abspann der Finalshow aufatmen kann, heißt es nicht, dass die Arbeiten dann vorbei sind. Der Abbau wird laut Planung bis zum 30. Mai 2015 dauern.

Der Song Contest ist eine “einmalige Geschichte”

Auch wenn er privat kein überschwänglicher Song Contest-Fan ist, freut er sich schon auf den ESC in Wien. Für ihn ist der Song Contest “ein wiederkehrendes Event, das einen das ganze Leben begleitet” und er erinnert sich gerne an viele lustige Fernsehabende mit Kommentaren von Dirk Stermann und Christoph Grissemann. Mehr als privat, ist das Event für ihn heuer jedoch von professioneller Seite interessant: “Beruflich ist das eine einmalige Gesichte, so schnell wird das nicht wieder passieren.”
(SVA)

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