Hammerlos Valencia: Das sagen die Rapid-Verantwortlichen zum Europa-League-Brocken

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Steffen Hofmann und Rapid treffen auf den FC Valencia.
Steffen Hofmann und Rapid treffen auf den FC Valencia. - © APA, AP
¡Dios mío! Rapid Wien trifft im Sechzehntelfinale auf den nächsten Topklub aus Spanien. Ein Hammerlos, “aber es ist alles machbar”, wie Trainer Zoran Barišić sagt. Helfen sollen dabei auch Informationen von einem Spion vor Ort.

Rapid Wien hat in der ersten K.o.-Runde der Europa League einen der schwereren Gegner erwischt. Österreichs Vizemeister trifft im Sechzehntelfinale auf den spanischen SpitzenKlub Valencia CF. Das ergab die Auslosung am Montag in Nyon. Rapid tritt als Gruppensieger zuerst auswärts an. Das Rückspiel folgt am 25. Februar im Ernst-Happel-Stadion in Wien.Valencia ist als Gruppendritter der Champions League in die Europa League umgestiegen. In der Liga liegt der Vierte der Vorsaison unter dem neuen englischen Trainer Gary Neville derzeit auf Rang acht. “Das ist mit Sicherheit einer der schwersten Gegner, die man erwischen hat können”, sagte Rapid-Trainer Zoran Barišić. “Es ist auch ein attraktives Los. Aber es ist alles machbar.”

In der Europa-League-Gruppenphase hatte Rapid mit Villarreal bereits einen Ligarivalen und Nachbarklub von Valencia hinter sich gelassen. Zu Hause feierten die Grün-Weißen einen 2:1-Sieg, in Spanien setzte es ein 0:1. “Es wird uns ungefähr das erwarten, was uns gegen Villarreal erwartet hat”, meinte Barišić. “Wir kennen die spanische Ausbildung. Das sind technisch gut ausgebildete Spieler mit Geschwindigkeit und einer irrsinnigen Handlungsschnelligkeit.”

Rapid-Trainer Barišić: “Ein superstarker Gegner”

Die bekanntesten Spieler von Valencia sind mit dem spanischen Teamstürmer Paco Alcácer, Manchester-City-Leihgabe Álvaro Negredo und dem Algerier Marouane Feghouli allesamt Offensivspieler. Dazu kommen im Mittelfeld Spielmacher Dani Parejo und der Argentinier Enzo Pérez. In der Innenverteidigung verfügt Valencia mit dem Deutschen Shkodran Mustafi zudem über einen aktuellen Weltmeister.

“Ein wirklich tolles Los!” sind sich Andreas Müller und Zoran Barisic einig! Erstes Spiel im legendären Mestalla!

Posted by SK Rapid Wien on Montag, 14. Dezember 2015

“Das ist ein superstarker Gegner”, erklärte Barišić. “Eine starke Mannschaft, die jetzt einen neuen Trainer hat.” Der englische Ex-Teamspieler Neville hat Valencia erst Anfang des Monats übernommen. Gewonnen haben die Spanier unter dem 40-Jährigen, 1999 und 2008 als Spieler mit Manchester United Champions-League-Sieger, zwar noch kein Spiel. In der Liga gab es aber zumindest ein 1:1 gegen den FC Barcelona. “Er wird sich dort sicher beweisen wollen”, sagte Barišić über seinen Trainerkollegen.

Vorfreude auf Mestalla

Der Rapid-Trainer freut sich besonders auf die Atmosphäre im Estadio Mestalla. Barišić traf als Spieler im Jahr 2000 im Kampf um den Einzug in die Champions League mit dem FC Tirol bereits auf Valencia (0:0, 1:4), fehlte im Rückspiel in Spanien aber wegen einer Zerrung. Sein damaliger Trainer Kurt Jara besucht noch immer fast jedes Heimspiel von Valencia. Barišić will den Tiroler auf jeden Fall kontaktieren. “Mit ihm haben wir einen Spion vor Ort. Er kann mir sicherlich wertvolle Tipps geben.”

Die besten Tage von Valencia liegen einige Zeit zurück. 2000 und 2001 erreichte der Klub jeweils das Champions-League-Finale. Den jüngsten von insgesamt sechs spanischen Meistertiteln gab es 2004 zu bejubeln. In diesem Jahr musste sich der Ligaachte in der CL-Gruppenphase hinter Zenit St. Petersburg und dem belgischen Überraschungsteam KAA Gent mit Rang drei begnügen.

Rapid will sich gute Ausgangsposition schaffen

“Der Tabellenplatz spiegelt im Moment wahrscheinlich nicht die wahre Leistungsstärke wieder”, meinte Rapids Sportdirektor Andreas Müller. “Es ist ein Toplos. Sportlich ist das eine Riesenherausforderung. Favorit ist Valencia, ohne Wenn und Aber. Aber es gab schon andere Spiele, in denen sich der Underdog durchgesetzt hat. Wir haben alles zu gewinnen, das ist unser Motto dieses Jahr.”

Die Hütteldorfer hoffen bei der Entscheidung in Wien auf ein ausverkauftes Ernst-Happel-Stadion. “Wir haben das erste Spiel auswärts und wollen uns eine tolle Ausgangsposition schaffen für das Rückspiel”, erklärte Müller. “Mich freut das Los. Es ist attraktiv. Es ist sicherlich schwer, aber man muss immer an sich glauben. Im Fußball gibt es auch immer Momente, in denen man sagt: Form schlägt Klasse. Wir brauchen zweimal eine gute Tagesform, dann ist es möglich.”

(APA, Red.)

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