Goalgetter fehlt, aber Rapid-Trainer Barišić will “nicht hochdramatisieren”

Zoran Barišić hadert mit einer Niederlagenserie in der Meisterschaft.
Zoran Barišić hadert mit einer Niederlagenserie in der Meisterschaft. - © APA/Georg Hochmuth
Für Rapid geht es im Cup-Achtelfinale gegen Austria Salzburg um Rehabilitation für die Derby-Pleite. Für die Gäste aus der Ersten Liga ist es “ein Bonusspiel, in dem wir nichts zu verlieren haben”.

“Wir wissen, dass wir Favorit sind, haben aber Respekt vor jedem Gegner. Wir werden alles unternehmen, um im Cup den nächsten Schritt zu machen”, sagte Rapid-Coach Zoran Barišić vor dem Cup-Achtelfinale am Mittwoch (20:30 Uhr, live auf ORF eins) zu Hause gegen Austria Salzburg. Dass es sich dabei um ein schwieriges Unterfangen handeln könnte, wissen die Wiener aus eigener Erfahrung. In der zweiten Cuprunde wurde gegen Amstetten der Aufstieg ja erst im Elfmeterschießen sichergestellt.

Diesmal wollen die Rapidler Überstunden tunlichst vermeiden, geht es doch mit englischen Runden weiter. Am Samstag wartet im Heimspiel der Fünfte Sturm Graz, am Donnerstag in einer Woche folgt das vierte Europa-League-Spiel auswärts gegen Viktoria Pilsen. Während die Barišić-Truppe in der Europa League nach drei Partien noch eine “weiße Weste” hat, verlor sie in der Meisterschaft zuletzt im Titelrennen an Boden. Nach drei Niederlagen in Serie fehlen plötzlich fünf Zähler auf Red Bull Salzburg und die Austria.

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Posted by SK Rapid Wien on Dienstag, 27. Oktober 2015

“Die Niederlage gegen die Austria schmerzt nach wie vor”, gab Barišić zu. Von einer Stürmerkrise nach dem Abgang von Robert Berič im Sommer will man im Lager der Wiener nichts wissen. “Wir haben momentan nicht den Goalgetter. Aber ich würde es nicht hochdramatisieren, die Stürmer haben nicht so viele Chancen gehabt, wir müssen gemeinsam Lösungen finden, um wieder mehr Chancen herauszuarbeiten”, sprach Rapid-Mittelfeldspieler Stefan Schwab Klartext.

Salzburg will Rapids englische Wochen ausnutzen

Genauso wie die Rapidler werden auch die Salzburger, im Hinblick auf das Erste-Liga-Match bei Wacker Innsbruck am Montag, nicht ihre beste Elf aufs Feld schicken. “Ich werde einige junge Spieler schonen, die zuletzt viel gespielt haben. Für uns spielt die Meisterschaft eine viel größere Rolle, da möchten wir überleben”, sagte Salzburg-Coach Jørn Andersen.

Eine Sensation wird trotzdem angepeilt. “Für uns ist es ein Bonusspiel, in dem wir nichts zu verlieren haben. Auf dem Papier ist das Spiel schon vorher entschieden, aber Rapid ist in einer Phase, wo sie sehr viele Spiele haben. Ich denke, dass sie den Cup nur an die dritte Stelle stellen”, hoffte der Norweger. Die Salzburger, bei denen Ernst Öbster leicht angeschlagen ist, sind als Aufsteiger in der Erste Liga mit 14 Punkten nach 14 Spielen Vorletzter, vier Zähler fehlen auf den ersten Nichtabstiegsrang.

(APA, Red.)

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