Erwartete Favoriten sind im ESC-Finale

Keine Überraschungen beim 2. ESC-Halbfinale
Keine Überraschungen beim 2. ESC-Halbfinale - © EPA
Beim 2. Halbfinale des Musikwettbewerbs setzten sich am 21. Mai die erwarteten Favoriten durch. So schafften sowohl Schweden als auch Norwegen und Slowenien den Aufstieg.

Ein Favoritensterben wie mit der finnischen Punkband Pertti Kurikan Nimipäivät im 1. Halbfinale blieb beim 2. Halbinfale jedenfalls aus, wobei das vierköpfige Moderatorinnenteam Mirjam Weichselbraun, Alice Tumler, Arabella Kiesbauer und Green-Room-Gastgeberin Conchita Wurst erneut souverän-charmant durch die Veranstaltung führte.

2. Halbfinale beim ESC

Mans Zelmerlöw aus Schweden darf nun sein Visual-Strichmännchen ebenso nochmals präsentieren, wie das norwegische Duo Mörland und Debrah Scarlett sein melancholisches “A Monster Like Me”. Israels Partyjunge Nadav Guedj wird mit “Golden Boy” ebenso nochmals Party machen wie das slowenische Duo Maraaya seinen perfekten Radiopop. Durch die Finger schauten hingegen die meisten Jungen des Feldes: Irlands Molly Sterling muss ebenso nach Hause fahren wie Michele Perniola und Anita Simoncini aus San Marino und Islands Barfußfee Maria Olafsdottir.

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Leidensfähigkeit wird in den kommenden Tagen auch von den Song-Contest-Fans gefordert – gleich in zweierlei Hinsicht: Nicht nur muss die mögliche Niederlage des persönlichen Favoriten im Finale verkraftet werden, auch die äußeren Bedingungen stellen besonders Public-Viewing-Begeisterte vor Herausforderungen. Laut Wetterprognose dominieren am Samstag Regen und recht gedämpfte Temperaturen. Aber bereits Donnerstagabend haben mehrere Tausend Menschen im Eurovision Village am Rathausplatz ausgeharrt und die Aufsteiger bejubelt. Vielleicht werden es bis zum Wochenende noch ein paar mehr, denn Platz gibt es in den Wiener Hotels noch: Diese seien aktuell nur zu rund 70 Prozent ausgelastet, wie die Österreichische Hoteliervereinigung schätzte.

Conchita Wurst sehr begehrt

Über mangelndes Interesse kann sich Conchita Wurst wiederum nicht beschweren: Ihr wurde am Donnerstag für ihr Debütalbum “Conchita” Platin verliehen. “Das ist unglaublich”, sagte die 26-Jährige. “Vielen Dank an meine Fans. Das habe ich nicht erwartet.” Ihre potenziellen Nachfolger als ESC-Sieger, The Makemakes, haben ihre Anhängerschaft mit einem Liveauftritt im Village beglückt und dabei aus eigener Sicht “ein bissl Urlaub” gemacht, wie Schlagzeuger Florian Meindl meinte. Derzeit stünden ja in erster Linie Interviews und Medientermine an, weshalb das Konzert eine wohltuende Abwechslung sei. Angst vor einer Invasion der Bärtigen hat hingegen Kirill, der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche. Er hofft auf eine Niederlage der russischen Song-Contest-Teilnehmerin Polina Gagarina, um den Anmarsch “bärtiger Sängerinnen” in das Riesenreich im kommenden Jahr zu vermeiden.

AUSTRIA EUROVISION SONG CONTEST 2015

Dies entscheidet sich nun am Samstag, wenn neben den heute qualifizierten zehn Nationen 17 weitere in die Stadthalle pilgern, um den Gewinner des ESC 2015 unter sich auszumachen. Am Sonntagmorgen gegen 0.30 Uhr heißt es dann wieder: “And the winner is…”. VIENNA.at wird live vom Finale berichten.

>> Alle Nachrichten, Bilder und Liveticker zum Song Contest in Wien

(APA/Red.)

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