Das war die Eröffnung 2016: Ein wenig Aufregung und auch ein paar Tränen

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Gelungene Eröffnung des 60. Wiener Opernballs.
Gelungene Eröffnung des 60. Wiener Opernballs. - © APA
Es ist geschafft: Der 60. Wiener Opernball wurde gelungen eröffnet. Desiree Treichl-Stürgkh, für die es der letzte Opernball unter ihrer Schirmherrschaft war, war von der Eröffnung zu Tränen gerührt. Es gab allerdings auch kurze Schreckensmomente.

Nur eine Gruppe von neun Aktivisten sorgte für einen kurzen Schreckensmoment bei den Sicherheitskräften, die aufgrund der Terrorwarnungen in Europa verstärkt Kontrollen durchführten.Wien. Für Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh, die eine Robe des bulgarischen Designers Petar Petrov in Gold mit Marabu-Federn am Rock trug, war es der letzte Ball, der mit 5.150 Besuchern ausverkauft war.

Treichl-Stürgkh hatte im Vorfeld ihren Abschied bekannt gegeben. Sie hatte angekündigt, sich aber “mit einem Prunkstück” von den Gästen und Zusehern verabschieden zu wollen und war bei der Eröffnung zu Tränen gerührt.

Heinz Fischer mit der Liebeserklärung des Abends

Auch für Bundespräsident Heinz Fischer ist es der letzte Opernball, zumindest als Staatsoberhaupt. Sein diesjähriger Ballgast war der finnische Staatspräsident Sauli Niinistö, deshalb trug Fischer in diesem Jahr den finnischen Orden, wie er im Vorfeld auf Facebook bekannt gab. “Ich freue mich auf eine kurzweilige Ballnacht!”, schrieb er. “Lieben tu ich meine Frau, nicht den Opernball”, sagte er im ORF-Interview. Zu ihm gesellten sich u.a. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) in die Präsidentenloge.

Bei der Eröffnung haben vor allem die Stars der Oper geglänzt. Höhepunkt waren neben der von Vladimir Malakhov choreografierten Balletteinlage zu Johann Strauß’ “Accelerationen Walzer”, die Sangeseinlagen der russischen Sopranistin Olga Peretyatko und des spanischen Opernstars Placido Domingo, die mit dem Duett “Lippen schweigen” aus Franz Lehars “Die lustige Witwe” und einer Walzereinlage endeten.

Applaus für die Künstler am Opernball

Domingo erhob nicht nur die Stimme, sondern auch den Taktstock. Er dirigierte das Staatsopernorchester bei der Ouvertüre zu Gioachino Rossinis “Il Barbiere di Sivigilia”. Den größten Applaus erntete der Startenor mit “Da geh’ ich zu Maxim” aus “Die lustige Witwe”, das er teilweise auf Spanisch zum Besten gab.

Die 144 Debütantenpaare hatten mit einem Teil der Choreografie des Wiener Tanzlehrers Roman Svabek weiterhin ein wenig Schwierigkeiten. Aufgrund des Jubiläums tanzten sie zu einer Potpourri mit Ausschnitten aus der “Annen-Polka”, der “Feuerfest-Polka”, dem Einzugsmarsch aus “Der Zigeunerbaron” und dem “Radetzkymarsch”. Zudem stand mit dem “Klipp-Klapp Galopp” auch erstmals keine Polka auf dem Programm. Und beim Galopp waren die Tänzer wie schon bei der Generalprobe auch bei der Eröffnung nicht ganz auf Linie.

Schwierige Sicherheitslage – erhöhte Polizeipräsenz

Die schwierige Sicherheitslage nach den Terroranschlägen in Europa war auch Thema. Obwohl laut Innenministerium derzeit “in ganz Europa von einer erhöhten Gefährdungssituation” auszugehen ist, gab es für den Ball aber keine spezielle Warnung. Seitens der Oper traf man allerdings entsprechende Vorkehrungen.

Die Besucher mussten engmaschige Sicherheitskontrollen über sich ergehen lassen. Die Polizei hatte mit bis zu 300 Beamte in, vor und rund um die Oper Überprüfungen durchgeführt.

>> Der Opernball im LIVE-Ticker im Rückblick.

(APA/Red.)

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