Cathy Lugner im Interview: “Neid muss man sich erarbeiten”

Von Amina Beganovic
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Als die Frau an Mörtels Seite lernte Cathy Lugner auch, sich gegen "Neider" zu behaupten.
Als die Frau an Mörtels Seite lernte Cathy Lugner auch, sich gegen "Neider" zu behaupten. - © APA
Vor dem Wiener Opernball herrscht naturgemäß Stress im Hause Lugner – dennoch fand Cathy Lugner, “Mörtels” Göttergattin, die Zeit, mit VIENNA.at vorab zu plaudern. Im Interview sprach sie über Neider und Lästereien, Respekt und Wertschätzung, wieso sie den Spitznamen “Spatzi” so gar nicht leiden kann  – und wie ihre Vorstellung eines Lebens als mögliche “First Lady” wäre.

Immense Medienpräsenz, viel Geld, Jetset-Leben, das Bunny und der Millionär  –  über Cathy Lugner, 26 Jahre jung, Mutter einer siebenjährigen Tochter und seit über einem Jahr mit Bauunternehmer Richard Lugner verheiratet, kursieren so manche medialen Darstellungen. Und nicht immer sind diese schmeichelhaft.

Doch die gelernte Krankenschwester aus dem deutschen Wittlich weiß damit umzugehen – und sich zu behaupten. Ein Gespräch über die Sonnen- und Schattenseiten der lugnerischen Prominenz.

Cathy Lugner im Interview

Wie geht es Ihnen so kurz vor dem Opernball? Überwiegt die Vorfreude, oder ist es mehr der Stress?

Eigentlich ist alles ganz normal, und wir freuen uns schon sehr auf Donnerstag! Natürlich sind die Vorbereitungen mit Stress verbunden, laufend trudeln bei uns irgendwelche Änderungen oder Sonderwünsche ein – aber es ist ein positiver Stress, so wird’s nicht langweilig!

Worauf freuen Sie sich am meisten beim Ball?

Auf den Mr. Probz natürlich! (lacht) Und darauf, mein geiles neues Kleid auszuführen.

Sie werden heuer ein Kleid des Designers Harald Glööckler tragen – Ihr Mann ist ja kein großer Fan von ihm. Warum haben Sie sich gerade dafür entschieden?

Ach, ich finde es langweilig, nur in Geschäfte zu gehen und dort Kleider von der Stange auszusuchen. Vor allem, weil ich ja immer etwas ändern lassen muss, weil die meisten Kleider zu hoch geschlossen sind. Und diesmal ist es etwas wirklich Ausgefallenes, mit dem ich auffalle! Wenn Leute darüber lästern, steh ich drüber. Es ist leider immer so, dass manche sich das Maul zerreißen müssen. Harald (Glööckler, Anm.) hat einmal zu mir gesagt: “Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid bekommt man geschenkt” – und genau so ist es! Egal, was ich anhätte, manche Menschen finden immer etwas auszusetzen. Aber das geht mir an meinem knackigen Hintern vorbei!

kleid

 

Wie darf man sich denn einen Tag im Leben von Frau Lugner vorstellen?

Da gibt’s eigentlich nichts Spektakuläres: Ich stehe früh um 6.00 Uhr auf, bringe Leonie in die Schule, gehe arbeiten mit meinem Mann, fahre nachhause, koche frisch – und zwar täglich – hole Leonie von der Schule ab. Dann machen wir Hausübungen, spielen vielleicht noch was, und dann ist auch schon wieder Schlafenszeit. Ich bin nicht die Prinzessin auf der Erbse, für dich mich manche halten mögen. Viele Mütter, gerade alleinerziehende, werden dieses Alltagsschema kennen. Und ich fühle mich meist so, denn Richard arbeitet immer bis spät am Abend.

Es gibt Stimmen, die meinen, dass Sie Herrn Lugner nur des Geldes wegen geheiratet haben – was würden Sie denen gerne sagen?

Mir ist relativ schnuppe, was die denken. Es wird immer Leute geben, die glauben, dass sie über uns ein Urteil fällen können, ohne uns zu kennen. Und mal ehrlich: Es gibt so viel Schlimmeres auf der Welt, über das man sich aufregen sollte! Statt über uns zu lästern sollten die Leute vielleicht mal ehrenamtlich arbeiten gehen, einen Beitrag leisten und Kranken und Bedürftigen helfen!

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Spricht da die Krankenschwester aus Ihnen?

Natürlich, diesen Beruf habe ich gelernt, und es war immer mein Traumberuf! Und irgendwann möchte ich in dem Bereich wieder mehr tätig werden und ehrenamtlich arbeiten gehen, sobald ich mal Luft hab.

In Medien kursierte ja früher immer wieder der Spitzname „Spatzi“, doch den mögen Sie nicht mehr so?

Den mochte ich noch nie! Richards Neffe meinte mal zu mir, dass die Medien “solche Namen wollen”, und dann wurde der eben verwendet. Aber ich habe nie gesagt, dass ich so genannt werden möchte und distanziere mich von dieser Kosenamen-Tradition. Wenn manche Damen sich früher damit gebrüstet haben, bitte, aber ich hab keinen Bock drauf, denn ich kümmere mich ernsthaft um meinen Mann! Wenn Journalisten mich mit “Spatzi” anreden statt mit meinem Namen, ist das für mich eine Beleidigung – dann können die ihre Interviews mit jemand anderem führen. Das ist eine Frage des Respekts, und nicht einmal ein Mindestmaß an Respekt entgegenbringen zu können ist doch einfach nur peinlich.

Was sind die größten Hürden, die Sie und Herr Lugner als frisch Vermählte überwinden mussten? Können Sie sich an die noch erinnern?

Oh ja! (lacht) Wobei es nie große Probleme zwischen uns beiden gab. Die Probleme kamen immer von außen! Am Anfang hat Richard von so vielen Leuten Anrufe bekommen, die ihm “gut zureden” wollten, mich ja nicht zu heiraten! Das können Sie sich gar nicht vorstellen, das war fast schon Psychoterror! Und das hat uns beide immer gereizter gemacht. Woher nehmen sich die Leute das Recht, über uns entscheiden zu wollen? Wir haben gewusst: Wenn wir das zusammen überstehen, überstehen wir alles.

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Was sind denn die Seiten, die Sie an Ihrem Mann besonders schätzen?

Er ist ein hervorragender Geschäftsmann, das bewundere ich sehr. Und er kann sehr charmant und süß sein. Nicht immer (lacht), denn er posaunt nicht gerne herum.

Ihr Tipp für eine harmonische Beziehung?

Wie schon gesagt: Wenn man jemanden wirklich gern hat, steht man Anfeindungen zusammen durch. Denn das macht die Beziehung stark. Auch Rücksichtnahme ist wichtig, und dass man sich für den anderen ins Zeug legt!

Würden Sie sich freuen, wenn Herr Lugner tatsächlich als Bundespräsident kandidieren würde?

Ich habe ihn mehr oder weniger dazu bewegt! Als wir im Urlaub waren, kam ein Anruf von einer Zeitung, die ihn scherzhaft gefragt hat, ob er kandidieren wird. Und ich meinte zu ihm: “Du, warum nicht?”

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Können Sie sich die Rolle der First Lady Österreichs vorstellen?

Ich hab mich schon oft gefragt, ob ich das wirklich möchte. Denn das würde auch viele Einschränkungen für mich bedeuten – und ich bin erst 26, ich bin keine “Wachsfigur”, die nur brav neben ihrem Mann stehen möchte. Das bin einfach nicht ich! Ich habe schon viele Kompromisse für ihn gemacht, habe den Playboy und meine USA-Pläne auf Eis gelegt – wenn auch nicht völlig abgeschrieben! Ich möchte einfach mit 90 im Rollstuhl auf mein Leben zurückblicken und sagen können: “Ja, ich habe was erreicht.”

>> Mehr News zu den Lugners und dem Wiener Opernball gibt es hier.

(Bilder: APA/PR Agentur PR4YOU)

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