Buch Wien 2012: Alles zur diesjährigen Lesefestwoche und zur Buchmesse

Das Team hinter der Buch Wien 2012
Das Team hinter der Buch Wien 2012 - © HVB
Der November steht in Wien ganz im Zeichen des Buches: Die Lesefestwoche findet von 19. bis 25. November statt, die Buchmesse in der Messe Wien vom 22. bis 25. November. Was Sie bei der Buch Wien alles erwartet, lesen Sie hier.

Die Buch Wien befindet sich bereits im fünften Jahr ihres Bestehens – und steht heuer wieder im Zeichen der ost- und südosteuropäischen Literatur. In den vergangenen Jahren wurde die Ausstellungsfläche auf 8.500 Quadratmeter erweitert.

Die Eröffnung der Buch-Groß-Events

Eröffnungsredner der Buchmesse ist am 22. November 2012 der Chemiker und Schriftsteller Carl Djerassi, der Erfinder der Antibabypille. Djerassi schreibt seit Mitte der 1980er Kurzgeschichten und Lyrik und wird zum Messeauftakt einen Einblick in seine 2013 erscheinende Autobiografie liefern. Der amerikanische Soziologe und Historiker Richard Sennett hätte am 19. November eigentlich die Lesefestwoche eröffnen sollen, musste am Montag jedoch aus gesundheitlichen Gründen seine Wien-Reise absagen. Das gab der Hauptverband des österreichischen Buchhandels bekannt.

Thema, Zeit und Ort der Eröffnungsveranstaltung bleiben jedoch unverändert. Ein erweitertes Podium mit Alfred Gusenbauer, Kurt Kotrschal, Konrad Paul Liessmann und der Unternehmensberaterin Antonella Mei-Pochtler wird am 19. November (20 Uhr) in Otto Wagners Postsparkassen-Hauptgebäude das jüngste Buch Sennetts, “Zusammenarbeit: Was unsere Gesellschaft zusammenhält”, diskutieren. Er setzt sich darin mit der Frage auseinander, wie Menschen unterschiedlicher Herkunft, Gesellschaftsschichten und Weltanschauungen zusammenleben können.

Gäste und Aussteller bei der Buch Wien

Als weitere Gäste kündigte Programmdirektor Günter Kaindlstorfer bei einer Veranstaltung des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels den Schweizer Autor Alex Capus, die Krimikönigin Nele Neuhaus und den Israeli Saul Friedländer an.

Insgesamt werden laut Geschäftsführerin Inge Kralupper zufolge rund 280 Aussteller auf 8.500 Quadratmetern erwartet, inhaltlich versucht man laut Kaindlstorfer “den eingesprungenen Spagat zwischen E und U”. Von Martin Suter und Daniel Glattauer bis hin zu Michael Nedo und seinem monumentalen Wittgenstein-Band sei “für jede Bücherfreundin, jeden Bücherfreund etwas Spannendes dabei”.

Diese Autoren und Themen sind vertreten

Programmleiter Günter Kaindlstorfer versprach auch heuer wieder “ein besonderes Kunststück” bei der Buch Wien: “Mit dem Budget von zwei bengalischen Feuern und drei Schweizerkrachern werden wir auch heuer wieder ein literarisches Feuerwerk abbrennen.” Zu den internationalen Stargästen zählen weiters Martin Walser, Rafik Schami und Vladmir Sorokin, der “auch über die aktuellen politischen Ereignisse in Russland sprechen” wird. Daneben werde es “eine Art literarischer Catwalk der österreichischen Gegenwartsliteratur” von Clemens J. Setz, bis Vea Kaiser und von Anna Kim bis Barbara Frischmuth geben.

Einen Schwerpunkt lege man auf Graphic Novels, Comics und Illustrationen (als Gäste werden u.a. der kanadische Comiczeichner Guy Delisle und Hans de Beer, der “Vater” des Kleinen Eisbären Lars, erwartet). “Auch die aktuellen E-Reader und neue Downloadportale werden präsentiert”, so Kralupper. “Das ist ein Thema, an dem die Buchbranche nicht mehr vorbeikommt.”

Auch Kinder kommen voll auf Ihre Kosten

Auf sechs Messebühnen werden bei der Buch Wien Neuerscheinungen aus den Sparten Belletristik, Kochbuch, populärem Sachbuch sowie Jugend- und Kinderliteratur präsentiert. Mehr als 300 Autoren werden erwartet. Natürlich werde auch der “leichten Muse” und dem Kinderprogramm ebenso breiter Raum gegeben wie der politischen Diskussion, meinte Kaindlstorfer.

Mit der Donau Lounge gebe es eine neue, siebente Bühne, die Autoren aus dem Donauraum gewidmet ist. Ebenfalls neu ist ein “Kritiker in Residence”, der zur kritischen Begleitung der Messe für ein paar Tage nach Wien eingeladen wird: Den Anfang macht Andreas Breitenstein von der “NZZ”.

Die Eintrittspreise der Buch Wien sind gleich geblieben (7 Euro kostet die normale Tageskarte) – 2011 konnten bei dem Event in der Messe Wien 33.000 Besucher begrüßt werden.

(apa/red)

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