Au-Pair tot in Wohnung in Wien gefunden: Obduktion ergab Tod durch Ersticken

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# Au-Pair-Mädchen: Obduktion ergab Tod durch Ersticken
# Au-Pair-Mädchen: Obduktion ergab Tod durch Ersticken - © APA/HERBERT P. OCZERET
Im Fall jenes Au-pair-Mädchens, das tot in seiner Wohnung in Wien-Wieden entdeckt worden war, ergab eine Obduktion, dass ein “Tod durch Ersticken” vorliegt. Die Ermittlungen gehen weiter.

Das 25-jährige Au-pair-Mädchen, das am Dienstag, den 26. Jänner tot in seiner Wohnung in Wien-Wieden entdeckt worden war, dürfte erstickt sein. Das ergab der Abschlussbericht der Obduktion, wie Polizeisprecher Thomas Keiblinger am Donnerstagnachmittag mitteilte. Ob es sich beim Tod der jungen Frau aus den USA um einen Mord handelt, konnten weder Polizei noch Staatsanwaltschaft Wien sagen.

Unklar ob Fremdverschulden

“Die Ermittlungen laufen”, sagte Staatsanwaltschafts-Sprecherin Nina Bussek. Die Leiche der 25-Jährigen war am Dienstagabend halb nackt in ihrer Wohnung gefunden worden. Die Frau lag mit dem Gesicht nach unten auf einer Matratze auf dem Boden, daneben befanden sich Blutspuren. In der spärlich eingerichteten Wohnung waren alle Glühbirnen durchgebrannt, überall standen Kerzen herum.

Ermittlungen im Umfeld

Ermittelt wird laut Polizei im Moment vor allem im sozialen Umfeld der 25-jährigen aus dem US-Staat Colorado. Nachbarn, Arbeitgeber, Freunde und Bekannte werden bei der Suche nach Spuren befragt. “Von einem Tatverdächtigen zu sprechen, wäre aber weit hergeholt”, hieß es von Keiblinger am Donnerstag.

Au-Pair seit Jahren in Österreich

Die 25-Jährige war seit mehreren Jahren in Österreich. Sie arbeitete als Kindermädchen und galt als zuverlässig, gebildet und sehr sozial. Sie hätte das Kind der Familie, bei der sie arbeitete, am Dienstag vom Kindergarten abholen sollen. Als das nicht passierte und sich die junge Frau nicht meldete, erstatteten ihre Arbeitgeber eine Abgängigkeitsanzeige. Am Abend wurde dann die Tür zu ihrer Wohnung in der Wiedner Hauptstraße aufgebrochen, wo man die Leiche fand.

Gerichtsmedizinisches Gutachten dauert

Das gerichtsmedizinische Gutachten wird Wochen bis zu seiner Fertigstellung in Anspruch nehmen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien, Nina Bussek, am Freitag, den 29. Jänner. Darin enthalten sind dann allerdings auch die toxikologischen Befunde, von denen sich die Ermittler nähere Aufschlüsse erhoffen, wie die Frau zu Tode kam. Völlig unklar war nach wie vor auch, ob überhaupt Fremdverschulden vorlag: “Es ist alles offen”, sagte Bussek der APA.

> Soziales Umfeld wurde untersucht

(APA)

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