Arsen-Morde: Dritte Exhumierung wird es nicht geben

Eine dritten Exhumierung wird es im Fall um die Arsen-Morde nicht geben
Eine dritten Exhumierung wird es im Fall um die Arsen-Morde nicht geben - © APA
Im Fall um die des zweifachen Mordes mittels Arsen verdächtigen Bogumila W. soll es Medienberichten zufolge keine dritte Exhumierung geben. Im Krankenakt des vermeintlichen dritten Opfers, einer 88-jährigen Frau, fand sich nichts Auffälliges.

Die Krankenakte der 2006 verstorbenen Pensionisten aus Maria Enzersdorf war auf Wunsch ihrer Verwandten von einem Sachverständigen im Auftrag der Kremser Staatsanwaltschaft geprüft worden, da die 51-jährige Polin, der Arsen-Morde zur LAst gelegt werden, bei ihr als Haushälterin tätig gewesen war.

Kein Arsen nachgewiesen

Wie Franz Hütter, Sprecher der Staatsanwaltschaft Krems betonte, hing die Anklage der Beschuldigten auch von einer möglichen Exhumierung der 88-Jährigen ab. Vonseiten der Staatsanwaltschaft schätzte man die Verdachtslage in diesem Fall allerdings als sehr gering ein, da die Verdächtige nichts geerbt hätte und auch im Haushalt nichts fehlte.

Im Gegenteil, laut Hütter habe die Familie die Haushälterin damals nach dem Tod der Frau sogar weiterempfohlen und sei demnach mit der Betreuung an sich vermutlich zufrieden gewesen. Der “Kurier” berichtete nun, man hätte nichts Auffälliges im Krankenakt der Frau gefunden. Der Anklage wegen Doppelmordes stehe nun nichts mehr im Wege.

Zwei Männer vergiftet

Die in U-Haft in Krems befindliche Polin steht im Verdacht, zwei Pensionisten vergiftet haben, um an deren Vermögen zu gelangen. Die Männer starben im Oktober 2010 und im Februar 2011 in Krankenhäusern in Wien und Krems. Ihre Leichen wurden Anfang April exhumiert, toxikologische Untersuchungen ergaben als Todesursache Arsen. Gegen den in Polen lebenden Sohn der Verdächtigen ermittelt die Staatsanwaltschaft Krems wegen vermögensrechtlicher Delikte.

(apa/red)

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