2.500 Österreich-Fans in Irland: So geht der ÖFB mit der Terrorgefahr um

2.500 Fans werden die österreichische Nationalmannschaft in Irland unterstützen.
2.500 Fans werden die österreichische Nationalmannschaft in Irland unterstützen. - © EXPA/Johann Groder
Der Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund im April und die Attacke in London haben Spuren hinterlassen. Der ÖFB hat das Sicherheitskonzept rund um das Nationalteam erweitert.

2.500 Auswärtsfans werden die österreichische Nationalmannschaft am Sonntag (18:00 Uhr, live auf ORF eins und im VIENNA.at-Liveticker) im vorentscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Irland in Dublin unterstützen. Um die Sicherheit von Zuschauern und Mannschaft zu gewährleisten, setzen Innenministerium und ÖFB – ähnlich der Task Force vor der EM 2016 in Frankreich – erneut auf eine verstärkte Zusammenarbeit.

Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund am 11. April wurde laut Verbandsangaben auch das Sicherheitskonzept rund um das ÖFB-Team evaluiert und erweitert. Betroffen sind davon alle relevanten Bereiche – Transporte, Trainingsplätze, Stadien oder Hotels. “Es wird alles unternommen, um den Spielern des Nationalteams wie bisher die größtmögliche Sicherheit zukommen zu lassen”, betonte Bernhard Neuhold, der Geschäftsführer der ÖFB Wirtschaftsbetriebe GmbH.

Auswärtsspiel in Irland: Registrierungsempfehlung für Österreich-Fans

Gleiches gelte für alle anderen Interessengruppen, etwa auch die reisenden Fans. Diesen wird eine Registrierung auf der Website www.reiseregistrierung.at empfohlen. “Das bietet im Krisenfall zusätzliche Sicherheit”, sagte Gruppenleiter Günther Marek vom Innenministerium.

“Wir müssen schon seit längerem in ganz Europa von einer allgemein erhöhten Gefährdung ausgehen”, ergänzte sein Kollege Reinhard Schnakl. “Für das Qualifikationsspiel in Dublin stehen wir in engem Kontakt mit den Sicherheitsbehörden in Irland.” Einer der Attentäter des jüngsten Terrorangriffes in London, Rachid Redouane, lebte vor einiger Zeit noch in der irischen Hauptstadt.

WM-Qualifikation: Ausverkauftes Haus in Dublin

Das Aviva Stadium, in dem die Begegnung über die Bühne geht, ist laut irischen Verbandsangaben mit knapp 50.000 Zuschauern so gut wie ausverkauft. Auch das vom ÖFB angeforderte Kontingent von 2.500 Tickets ist längst vergeben. Möglicherweise könnte die Zahl der Unterstützer im Stadion sogar noch größer sein.

Mut sprach dem Team vor der Abreise am Samstag auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu. Das Staatsoberhaupt stattete der Mannschaft am Mittwoch vor dem Mittagessen im Quartier in der Wiener Innenstadt einen Besuch ab. Kapitän Julian Baumgartlinger überreichte ihm ein von allen Teamspielern signiertes Österreich-Dress mit der Aufschrift “Van der Bellen” und der Rückennummer 1.

(APA, Red.)

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