Zwiespalt: Wiener haben Mitleid mit den Fiakerpferden, wollen sie aber trotzdem nicht missen

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Zu diesem Fazit kam die Stadtpsychologin Cornelia Ehmayer im Rahmen einer aktuellen Umfrage. Die vorläufige Zwischenbilanz: Von 213 Teilnehmern nennen 33 Prozent das Mitleid mit den Pferden als Hauptemotion, wenn sie an die Fiaker denken.
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Immerhin 21 Prozent haben sich bei der Abstimmung, bei der man aus sieben Aussagen wählen muss, bisher für “Wien wäre nicht Wien ohne die Fiaker” entschieden. 13 Prozent geben an, dass es schade wäre, sollte es den Beruf des Fiakers nicht mehr geben.

Elf Prozent halten die Fiaker für eine reine Touristenattraktion, zehn Prozent würden die Fiakergespanne am liebsten aus der Innenstadt verbannen. Und lediglich sieben Prozent entschlossen sich zur Aussage, dass Wien mehr Fiaker und weniger Autos benötige.

“Das Stimmungsbild zeigt deutlich, dass die Wiener Fiaker für die Stadt und ihre Menschen von Bedeutung sind”, zeigte sich Ehmayer gegenüber der APA überzeugt. Sie werde die Umfrage nun noch bis zum Herbst fortsetzen. Auch ventiliert sie Expertendiskurse zu Ideen wie einem Taxiservice durch die Fiaker bis hin zu einem Heurigen-Shuttle mit den Droschken.

Das Fiaker-Projekt ist die vierte derartige Wienstudie der Stadtpsychologin. Begonnen hatte sie mit dem Verzieren von Hundehaufen mit kleinen Fähnchen, um ein Umdenken bei Hundehaltern zu erreichen. 2003 präsentierte sie das “Wesen Wien” als Ergebnis einer Studie und 2007 widmete sie sich in einer breiten Befragung dem Donaukanal. Diese letzte Analyse mündete in die Einbeziehung Ehmayers ins Donaukanal-Planungsteam zur Erstellung eines Masterplanes.

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