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Zwei Tote und drei Verletzte bei Schießerei in Neapel

In Neapel wächst die Sorge wegen der steigenden Zahl von mit dem organisierten Verbrechen verbundener Kriminalität. Am Freitag kamen bei einer Schießerei zwei prominente Mitglieder der Camorra, der neapolitanischen Mafia, ums Leben. Drei weitere Personen wurden dabei verletzt. Bei den Opfern handelt es sich um Mitglieder des selben Clans.


Getötet wurden der 42-jährige Giuseppe Vastarella, prominenter Camorra-Boss, und sein 41-jähriger Schwager Salvatore Vigna. Sie wurden von zwei Killern erschossen, die von einem Motorrad aus auf sie zielten. Die beiden Männer versuchten zu flüchten, konnten sich jedoch nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Der Doppelmord wurde im neapolitanischen Viertel Sanita verübt, das als Hochburg der Camorra gilt. Der Fall sorgte für Aufregung, weil sich die Tat auf offener Straße vor den Augen einiger Kinder abspielte. Erst am Mittwochabend war ein 30-Jähriger vor den Augen seiner Freundin von der Camorra erschossen worden.

Nachdem in den vergangenen Monaten mehrere prominente Bosse der Camorra festgenommen wurden, hat eine junge Generation die Führung der kriminellen Geschäfte übernommen, analysierten Experten. Junge, skrupellose Kriminelle würden über ein riesiges Waffenarsenal verfügen. Ein beispielloser Krieg zur Kontrolle des Territoriums und der illegalen Aktivitäten wie Drogen- und Waffenhandel sowie Prostitution und Wucher tobe im Großraum von Neapel, der fast vier Millionen Einwohner zählt.

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