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Zwei Tote bei Zugunglück in der Schweiz

Bei einem Zugunglück im schweizerischen Chiasso sind in der Nacht zum Freitag zwei italienische Lokführer getötet und fünf Bahnangestellte verletzt worden.

Nach Mitteilung der Tessiner Kantonspolizei und der SBB entgleiste ein Güterzug und stiess mit einer Rangierlok zusammen. Der Verkehr ist massiv behindert.

Das Unglück ereignete sich laut Polizei gegen 22.50 Uhr bei der Einfahrt in den Rangierbahnhof von Chiasso im schweizerisch-italienischen Grenzgebiet. Der aus Como einfahrende Güterzug der italienischen Staatsbahnen FS entgleiste aus unbekannten Gründen auf einer Weiche und stiess mit einer langsam entgegenkommenden Lokomotive der italienischen Staatsbahn zusammen. Beide Lokomotiven verkeilten sich ineinander und fuhren noch einige hundert Meter weiter. Fünf Wagen des Güterzugs entgleisten und prallten auf ein ehemaliges Stellwerkgebäude, das als Aufenthaltsraum für das Bahnpersonal dient.

Laut Polizei befanden sich in den beiden Lokomotiven vier italienische Lokomotivführer, von denen zwei beim Zusammenstoss getötet wurden. Im Aufenthaltsraum wurden drei Bahnangestellte, zwei FS-Mitarbeiter und ein SBB-Mitarbeiter, schwer verletzt. Zwei weitere Bahnangestellte erlitten einen Schock. Alle fünf Bahnmitarbeiter wurden in Tessiner Spitäler gebracht.

Der entgleiste Güterzug führte kein Gefahrengut mit sich, wie SBB und Polizei weiter mitteilten. Es entstand hoher Sachschaden am Rollmaterial, an den Sicherungsanlagen sowie an den Bahnstromeinrichtungen. Die Folgen des Unglücks für den internationalen Zugsverkehr über die Gotthardroute sind massiv: Die Strecke Chiasso – Como bleibt mindestens bis zum kommenden Montag gesperrt. Die internationalen Züge werden zum Teil über Luino und über die Lötschberg-Simplon-Linie umgeleitet. Auf anderen Verbindungen werden die Passagiere zwischen Como und Chiasso mit Bussen befördert. Im internationalen Verkehr von und nach Mailand muss mit Verspätungen von rund einer halben Stunde gerechnet werden.

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