Zwangsheirat-ÖVP und Grünen üben Kritik

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Mit Kritik haben ÖVP und Grüne die von der Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger (S) präsentierten Maßnahmen zur Bekämpfung der Zwangsheirat aufgenommen.

Das Paket sei “zu mager”, wesentliche Punkte seien vergessen worden, hieß es am Mittwoch seitens der beiden Oppositionsfraktionen.

Für ÖVP-Gemeinderätin Sirvan Ekici fehlen essenzielle Punkte wie etwa gezielte Elternarbeit in Kooperation mit den jeweiligen Communities und Religionsgemeinschaften. Auch wenn Zwangsheirat kein Problem der Glaubenszugehörigkeit, sondern vielmehr ein kulturelles sei, müsse die islamischen Glaubensgemeinschaft dabei besondere Berücksichtigung finden, meinte sie in einer Aussendung.

Die Menschenrechtssprecherin der Wiener Grünen, Alev Korun, kritisierte, dass die Expertenforderung nach mehr Fachpersonal für die Aufklärung nicht angegangen wurde. Außerdem fehle weitestgehend auch die psychologische Betreuung, vor allem für bedrohte junge Mädchen. “Weniger Ankündigungspolitik und mehr Budgetmittel für konkrete Hilfe für betroffene Frauen ist überfällig”, so die Grüne.

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