Zuwachs für Orang-Utan-Familie in Schönbrunn

Vladimir freute sich über den weiblichen Zuwachs
Vladimir freute sich über den weiblichen Zuwachs ©APA (Archiv/Pfarrhofer)
Die Orang-Utan-Familie im Tiergarten Schönbrunn hat Zuwachs bekommen: Mit dem Weibchen Mota ist am Mittwoch ein vierter Orang-Utan in der im Mai eröffneten Anlage in der ORANG.erie eingezogen. Das 45-jährige Tier stammt aus dem Artis Zoo in Amsterdam, heiß es am Donnerstag in einer Aussendung.

Der niederländische Zoo hat die Orang-Utan-Haltung aus Platzgründen aufgegeben. Deshalb wurde für Mota innerhalb des EEPs (Europäisches Erhaltungszuchtprogramm für gefährdete Arten) ein passender Platz gesucht. “Wir freuen uns, dass wir Mota in unserer modernen Anlage ein schönes, neues Zuhause geben können. Sie erkundet derzeit ganz neugierig ihr neues Revier”, sagt der stellvertretende Tiergartendirektor Harald Schwammer.

Im Tiergarten Schönbrunn lebt die Affen-Dame mit dem Männchen Vladimir und den beiden Weibchen Nonja und Sol in der großzügigen Orang-Utan-Anlage. Für die Besucher ist sie vorerst im Innenraum zu sehen, wo sie langsam an die bestehende Gruppe gewöhnt wird. Vladimir ist Mota aber bereits bestens bekannt, denn sie verbrachten vor vielen Jahren eine gemeinsame Zeit im Artis Zoo und haben dort auch für Nachwuchs gesorgt.

Orang-Utans, deren malaiischer Name “Waldmensch” bedeutet, kommen heute nur noch im Norden Sumatras und auf Borneo vor. Ihr Lebensraum wurde drastisch zerstört und verkleinert, auch der illegale Handel mit lebenden Orang-Utans ist eine Bedrohung. Ihr Bestand ist in den vergangenen 60 Jahren um mehr als 50 Prozent gesunken. Deshalb werden sie auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als “stark gefährdet” eingestuft.

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