Zurückkehrende IS-Kämpfer: Außenminister gibt Entwarnung

Laut Außenminister Schallenberg muss sich Österreich keine Sorgen um IS-Kämpfer machen.
Laut Außenminister Schallenberg muss sich Österreich keine Sorgen um IS-Kämpfer machen. ©APA/AFP/LEHTIKUVA/MARKKU ULANDER
Laut Außenminister Alexander Schallenberg ist Österreich nicht betroffen, was zurückkehrende IS-Kämpfer betrifft. Die Türkei droht jedoch weiter damit, IS-Anhänger nach Europa zurückzuschicken.

Nachdem es geheißen hat, die Türkei beginnt gefangene ausländische Anhänger der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) wieder in ihre Heimatländer zurückzuschicken, sagte Außenminister Alexander Schallenberg am Montag vor dem EU-Außenministerrat, dass Österreich "nicht betroffen" ist.

"Die Lager, wo österreichische Staatsbürger sich derzeit aufhalten, sind nicht teil des Operationsgebiets der Türken", so Schallenberg. "Ich glaube wir sollen uns auch nicht erpressen lassen", hielt der Außenminister grundsätzlich fest. "Solche türkischen Drohungen im Zusammenhang mit einer Militäraktion die wir schon per se ablehnen, und für falsch halten, sind glaube ich nicht der richtige Weg."

Sicherheitsproblem für ganz Europa

Österreichische EU-Kommissar für Nachbarschaftspolitik, Johannes Hahn, sagte zu dieser Thematik, dass diese diskutiert werden müsse. "Man muss auch sehen, wie es dazu gekommen ist. Durch diese militärische Aktion der Türkei sind die IS-Kämpfer befreit worden. Und jetzt soll sich Europa mit diesem Thema herumschlagen. Aber natürlich haben wir da auch eine gewisse Verantwortung was Frauen und Kinder anbelangt."

Es müsse "absolut verhindert werden, dass diese Barbaren wieder auf freien Fuß kommen", sagte Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn. Das müsse koordiniert werden. Es handle sich um ein Sicherheitsproblem für die Türkei, die Kurden und ganz Europa.

(APA/red)

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