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Zumindest eine dunkle Nacht im Jahr: Earth Night 2020

Die Lichtverschmutzung auf der Erde ist auch aus dem All zu sehen.
Die Lichtverschmutzung auf der Erde ist auch aus dem All zu sehen. ©AP/NASA (Sujet)
Wenigstens eine dunkle Nacht pro Jahr ist das Ziel der Earth Night, die künftig jährlich in der ersten Neumond-Nacht im September zu einem natürlichen Nacht-Erlebnis beitragen soll. 2020 ist es am 17. September soweit: Ab 22 Uhr soll menschengemachtes Kunstlicht so weit als möglich reduziert oder gänzlich ausgeschaltet werden.

Die Aktion legt ihr Augenmerk auf die exzessive Nutzung von nächtlichem Kunstlicht und die damit verbundenen Folgen für Mensch, Umwelt und Natur. "Wir rufen alle österreichischen Gemeinden, Unternehmen und Privathaushalte zum Abschalten auf. Als Belohnung winkt der selten gewordene Anblick eines leuchtenden Sternenhimmels über dem eigenen Dach", meinte im Vorfeld Gerald Pfiffinger, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes, der die Aktion federführend in Österreich unterstützt.

Lichtverschmutzung als Bedrohung für Natur und Gesundheit

Leider nehme die Lichtverschmutzung auch hierzulande kontinuierlich zu, was eine folgenschwere Zerstörung des Tag-Nacht-Rhythmus für Natur und Mensch bedeute. Zu viel künstliches Nachtlicht bedrohe nachtaktive Tiere wie Eulen, Fledermäuse oder zahlreiche wichtige Insekten und steigere das ohnehin bereits rasante Artensterben, warnte Pfiffinger: "Bei Menschen kann Lichtverschmutzung Gesundheits- und Schlafstörungen sowie Depressionen nach sich ziehen. Darüber hinaus ist jeder unnötige Energieverbrauch durch Nachtbeleuchtung angesichts der Klimakrise nicht mehr vertretbar."

Mit der Aktion strebe man einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Ressource Licht an, betonte Mitinitiator Manuel Phillipp von "Paten der Nacht". Anders als bei der Earth Hour im März, bei der das Licht für nur eine Stunde abgeschaltet wird, um symbolisch auf den Klimaschutz aufmerksam zu machen, wird bei der Earth Night eine ganze Nacht auf künstliche Ressourcen zur Beleuchtung verzichtet.

(APA/Red.)

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