Zum vierten Mal Mutter

Nun ist es offiziell: Madonna darf ein zweites Kind aus Malawi adoptieren. Ein Höchstgericht hat dem Antrag der Sängerin jetzt doch zugestimmt - über die Gründe dafür wird jedoch gerätselt.

Es war ein schwerer Schlag für Madonna, als am 3. April 2009 eine Richterin in Malawi den Antrag der Sängerin auf Adoption der dreijährigen Chifundo “Mercy” James ablehnte. Die Sängerin, die nicht unbedingt gewohnt ist, dass jemand “Nein” zu ihr sagt, musste das afrikanische Land unverrichteter Dinge wieder verlassen – setzte jedoch eine Armee von Anwälten in Bewegung, um das Urteil anzufechten. Die Begründung des Gerichts lautete damals, Madonna sei als alleinerziehende Mutter nicht zur Adoption berechtigt und würde auch nicht genug Zeit in Malawi verbringen.
“Gott sei Dank!”
Zwei Monate später schaut nun die ganze Sache plötzlich ganz anders aus. Wie Alan Chinula, Madonnas malawischer Anwalt, bestätigte, wurde in einem Berufungsverfahren zugunsten der 50-Jährigen entschieden: sie darf Mercy adoptieren! Um 2.00 Uhr Früh New Yorker Zeit hatte der Rechtsbeistand seiner Klientin die frohe Botschaft übermittlet: “Sie war außer sich vor Freude, als ich ihr die Neuigkeit überbrachte. Sie sagte ‘Gott sei Dank!'”, so Chinula.
Nun werden alle Vorbereitungen getroffen, um Mercy für die Reise in die USA startklar zu machen. Es soll drei bis fünf Tage dauern, bis das Mädchen alle notwendigen Papiere und ihren Pass erhält, dann steht dem Flug zu ihrer neuen Familie nichts mehr im Wege. Madonna selbst wird nicht nach Afrika kommen können; Mercy wird in einem Privatjet zu ihrer Adoptivmami gebracht.
“Spenden” gegen Adoption?
Weiter Rätselraten herrscht allerdings über den Grund für das jetzige Urteil in der Adoptionsverhandlung. Warum das Höchstgericht den Spruch des vorangegangenen Prozesses aufhob, darüber kann nur spekuliert werden. So wird (natürlich) gemunkelt, dass die richtige Summe an “Spenden” seitens Madonnas den Weg geebnet haben soll. Auch, dass die Pop-Queen ein Waisenhaus in Malawi errichten ließ, dürfte dem positiven Entscheid zumindest nicht abträglich gewesen sein.
Mehr Zeit verbingt Madonna nämlich nach wie vor nicht in Afrika – und alleinerziehende Mutter ist sie ebenfalls noch immer. Bleibt die alte Frage, ob es sich die Schönen & Reichen dieser Welt tatsächlich immer richten können … und die Antwort scheint wieder einmal “Ja” zu sein.
(seitenblicke.at/Foto: AP)

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