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Zugunglück: Suche nach Schuldigen

Nach dem schwersten Zugunglück in der Geschichte Ägyptens mit über 370 Todesopfern hat die Suche nach den Verantwortlichen für die Tragödie begonnen.

Linke Oppositionspolitiker forderten den Rücktritt von Transportminister Ibrahim el Demeiri.

Sieben Waggons des Zuges, der sich auf dem Weg von Kairo ins oberägyptische Assuan befunden hatte, waren am Mittwoch völlig ausgebrannt. Das Unglück etwa 70 Kilometer südlich von Kairo wurde in der Teeküche eines Wagens durch die Explosion einer Gasflasche ausgelöst. Das Innenministerium erklärte die Bergungsarbeiten am Mittwochabend für beendet und gab bekannt, es seien insgesamt 373 Leichen geborgen worden. Nur ein Teil der Opfer konnte vorerst identifiziert worden. Die Zahl der Verletzten bezifferte das Ministerium auf 61 Menschen.

Es sei sicher kein Zufall, dass sich das Unglück in einem alten Zug mit Waggons der dritten Klasse ereignet habe, mit dem nur arme Leute reisten und nicht in einem klimatisierten Zug der ersten Klasse, sagte Hussein Abdelrazak von der ägyptischen Tagammu-Partei in der Nacht zum Donnerstag im TV-Sender Al Jazeera.

Der ägyptische Präsident Husni Mubarak sprach den Familien der Opfer unterdessen sein Beileid aus. Ministerpräsident Atef Ebeid besuchte den Unglücksort und kündigte weitere Untersuchungen zur Unglücksursache an.

Der 45 Jahre alte Lokführer, der nach dem Unglück noch mit den unversehrten Waggons bis nach Oberägypten gefahren war, wurde zu einer Befragung nach Kairo beordert. Gleichzeitig versprach Ebeid den Angehörigen der Opfer ein Schmerzensgeld in Höhe von 3.000 ägyptischen Pfund (740 Euro/10.180 S) für jeden Toten. Die Verletzten sollten je 1.000 Pfund (247 Euro/3.393 S)

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