Zu Besuch bei Brangelina!

Knapp drei Autostunden von Wien entfernt lebt derzeit die berühmteste Familie der Welt. Wir haben uns in Budapest einen Tag lang an die Fersen von Angelina Jolie, Brad Pitt und Kids geheftet. Wie sie leben, wo sie lernen, was sie einkaufen - und wo Sie sie treffen können.

Der Europark ist so etwas wie die Shopping City von Budapest, nur kleiner und grindiger. Die Gummibäume sind aus Plastik, der Boden weist Altersflecken in Form von Brandlöchern auf, die Zigarettenstummel liegen gleich daneben.

Hollywood in Budapest

Hierher kommen samstags vor allem jene, die Semmerln gern in der Großpackung kaufen. Und Klamotten shoppen, die nach zehn Waschgängen zum Kübeln sind. Celebritys wurden hier noch nie gesehen. Weiß also der Teufel, was Angelina Jolie geritten hat, eines Nachmittags im Beisein eines Bodyguards das Einkaufszentrum zu stürmen, Tochter Zahara an der rechten Hand, Shiloh an der linken. Auf diese Frage hat Szilvia auch keine Antwort.

Die Ungarin ist Anfang 20, Verkäuferin im Spielzeuggeschäft Jatelsziget und will nicht fotografiert werden. Dass sie Frau Jolies Töchtern ein paar Spielsachen verkauft hat, gibt sie zu. Was genau, hat sie vergessen. Nur daran, dass die Leute aus Hollywood nett waren, kann sie sich erinnern. Und dass sie “ungefähr” eine halbe Stunde im Laden waren. Was Angelina trug? “Keine Ahnung.” Wen interessiert das überhaupt?

Bis Ende November, vielleicht länger …

In Budapest kaum jemanden, was auch Mathieu erstaunt, den französischen Paparazzo. Aber dazu später. Seit nunmehr zwei Wochen campiert er mutterseelenallein in der Cirbolya utca, einer abgelegenen Straße am Hügel von Buda, der teuersten Gegend der Stadt. Dort hat Jolie vorläufig bis Ende November eine Villa angemietet, so lange will sie in Budapest drehen. Vielleicht aber auch länger.

Das – noch namenlose – Liebesdrama, das vor dem Hintergrund des Bosnienkriegs spielt, ist ihr Regiedebüt. Und das möchte sie freilich nicht versemmeln. Wie sie als Regisseurin ist, weiß Mathieu nicht. Dass sie viel arbeitet, schon. “Gestern hat sie bis zehn Uhr abends gedreht. Und heute ist sie früh raus.”

Auf Brads Spuren

Das sind dann die Stunden, wo er sich hauptsächlich um Brad Pitt kümmert, der für ein paar Tage in die ungarische Hauptstadt gekommen ist. Jetzt ist die Familie vereint. Während Angie am Set ist, unternimmt Brad ausgiebige Motorradtouren oder versorgt die Kinder. Die zweijährigen Zwillinge Vivienne und Knox verbringen den ganzen Tag mit ihren Nannys in der abgeschotteten Villa. Zahara, 5, und Shiloh, 4, besuchen derweil den Kindergarten des Lycée Français.

Die Buben Maddox, 9, und Pax, knapp 7, drücken dort die Schulbank. Jeden Morgen werden sie von einem silbernen Mercedes-Van mit abgedunkelten Scheiben zur Schule gebracht, am Nachmittag wieder abgeholt. Und während der Schulzeit passen Bodyguards auf die Kleinen auf. Kolosse, deren Wadeln so viel wiegen wie ein einzelner Mitschüler. Einen Versuch ist es wert. Ein Versuch, sich der französischsprachigen Bildungsanstalt zu nähern, in der die Kids auf Angelinas Geheiß “wegen der Sprache” die nächsten paar Wochen pauken.

“No comment!”

Aber so eisblau der Zaun, so eisig der Empfang. Auf Ungarisch versucht ein eigens für die Jolie-Pitts angestellter Securitybeamter zu erklären, dass wir hier nicht erwünscht seien. Was uns per Gegensprechanlage auch eine (im wahren Leben sicher freundlich-entspannte) Lady mit der Stimme eines Hausdrachens einbläut: “Wir beantworten keine Fragen. Und es gibt auch keine Informationen. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag. Au revoir.”

Das Seitenblicke Magazin hat sich natürlich nicht entmutigen lassen – und blieb weiterhin auf den Spuren von Hollywoods heißestem Starpaar! Lesen Sie den gesamten Bericht – mit vielen exklusiven Bildern – im Seitenblicke Magazin 42/10!

(Ursula Macher/foto: dapd)

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