Zilk tot: Einer der populärsten Politiker Wiens

Mit "tiefer Bestürzung" hat Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) auf das Ableben des ehemaligen Bürgermeisters Helmut Zilk reagiert. Nicht nur er sieht in dem Verstorbenen einen der populärsten Politiker Wiens.

“Mit Helmut Zilk verliert die Wiener Sozialdemokratie nicht nur eine große Persönlichkeit und einen persönlichen Freund, sondern auch einen engagierten Stadtpolitiker, der wie kaum ein anderer das Bild Wiens geprägt hat. Seine Verdienste bleiben als Zeugen seiner visionären und zutiefst menschlichen Überzeugungen lange über seinen Tod hinaus bestehen”, sagte Häupl in einer Aussendung.

Sein unentwegtes Engagement für die Stadt Wien und ihre Menschen haben Zilk “zu einem der populärsten Politiker Wiens gemacht”, so der Bürgermeister, der den Angehörigen Zilks die tiefe Anteilnahme und Mitgefühl seitens der Wiener Sozialdemokratie versicherte. “Ich verliere einen väterlichen Freund und Mentor, der mein Leben weit über die Politik hinaus begleitet hat. Mein tiefes und aufrichtiges Beileid ist bei Dagmar Koller und Helmut Zilks Familie”, sagte Häupl und: “Er war einer der ersten Politiker, der Brücken zu unseren östlichen Nachbarländern gebaut und damit einen der wichtigsten Grundsteine für die Internationalisierung Wiens gelegt hat. Die ganze Stadtregierung ist in tiefer Trauer.”

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (S) würdigte vor allem die Volksnähe des verstorbenen Alt-Bürgermeisters. In der Früh-“ZiB” sagte Gusenbauer, Zilk habe “der Bevölkerung auf den Mund geschaut, wie kaum ein anderer” und habe damit ein außergewöhnliches Befinden für das allgemeine Volksverständnis gehabt. Weiters verwies Gusenbauer darauf, dass das gegen ihn gerichtete Briefbomben-Attentat, bei dem er schwer verletzt worden war, nicht Hass oder Rache ausgelöst habe, sondern er sei ein verständnisvoller, toleranter und liberaler Mensch geblieben. Damit habe er seine “menschliche Größe” bewiesen. Untrennbar mit Zilk verbunden sei auch die Modernisierung Wiens.

Tief betroffen vom Tod Zilks zeigte sich im Namen des Bundesheeres auch Verteidigungsminister Norbert Darabos (S). “Mit Helmut Zilk verliert das Bundesheer einen großen Freund und Förderer”, erinnert er an den Vorsitz Zilks in der Bundesheerreform-Kommission. “Der Verlust, den sein Tod mit sich bringt, ist unermesslich”, so Darabos, der mit Zilk auch einen engen persönlichen Freund und Unterstützer verliert, in einer Aussendung.

Darabos erinnerte auch an Zilks Verdienste im Rahmen seiner politischen Laufbahn, insbesondere als Wiener Bürgermeister: “In seiner Zeit als Bürgermeister hat sich die Stadt zu einer modernen Metropole entwickelt. Die Wienerinnen und Wiener haben Helmut Zilk viel zu verdanken.”

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