Zilk: Mehr als 3.000 Menschen nahmen bereits Abschied

Viele Menschen haben bereits von Wiens Altbürgermeister Helmut Zilk persönlich Abschied genommen. Der Verstorbene wird in der Volkshalle des Rathauses noch heute aufgebahrt sein.

Laut Presse- und Informationsdienst (PID) der Stadt Wien kamen am Donnerstag rund 3.000 Leute in die Volkshalle des Rathauses, wo der Verstorbene noch bis heute, Freitag, aufgebahrt wird. Auch am Freitagvormittag standen schon zahlreiche Trauernde an, um sich in eines der beiden dort ausliegenden Kondolenzbücher einzutragen. Dies ist noch bis 18.00 Uhr möglich. Am Samstag wird Zilk in einem Ehrengrab am Zentralfriedhof bestattet.

Heute sei der Andrang noch größer als gestern, sagte ein Mitarbeiter der Magistratsabteilung 34 (Bau- und Gebäudemanagement) zur APA. Er ist – gemeinsam mit einem Kollegen – für die Ausgabe der kostenlosen Trauerfackeln zuständig. Allein seit 10.30 Uhr, als die Volkshalle für die Bevölkerung geöffnet wurde, habe er in der ersten halben Stunde seines Dienstes über 200 schwarze Fackeln verteilt. “Dabei nehmen nicht einmal alle eine”, betonte er.

Viele der Trauernden nützten beim Anstehen auch die Gelegenheit, sich die Ausstellung anzusehen, die im Gedenken an den früheren Wiener Bürgermeister im Arkadenhof installiert wurde. Anhand von Bildern, Zitaten und Zeitungsausschnitten sollen Zilks Verdienste für die Bundeshauptstadt in Erinnerung gerufen werden. In den Arkadengängen wurden zudem kleine Tische aufgestellt, auf denen einige Kondolierende Blumen, Kerzen oder Stofftiere gelegt haben. Trauerbouquets standen ebenfalls dort. Sie wurden etwa von der Sozialdemokratischen Partei Tschechiens oder Udo Jürgens gestiftet. Im Inneren der Volkshalle hielten immer wieder Menschen inne, um vor dem Sarg zu beten.

Am Samstag erreichen die Trauerfeierlichkeiten für den früheren SPÖ-Politiker und Journalisten ihren Höhepunkt: Von 9.00 bis 12.00 Uhr wird der Verstorbene im Stephansdom aufgebahrt. Um 12.00 Uhr wird im Festsaal des Rathauses eine Trauersitzung abgehalten, zu der über 1.000 Gäste geladen sind. Tschechiens Ex-Präsident Vaclav Havel, Bundespräsident Heinz Fischer und Wiens Bürgermeister Michael Häupl (S) werden dabei unter anderem das Wort ergreifen.

Um 14.00 Uhr findet im Stephansdom dann ein Requiem mit Kardinal Christoph Schönborn statt, bei dem Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (S) eine Rede halten wird. Im Anschluss daran wird Zilk in einem Ehrengrab am Zentralfriedhof beigesetzt. An die Trauernden werden dort ebenfalls kostenlose Fackeln ausgegeben. Darüber hinaus besteht noch bis Montag die Möglichkeit, im Online-Kondolenzbuch der Stadt Wien Abschied zu nehmen. Bis Freitagvormittag haben sich bereits über 2.200 Menschen auf der Website http://www.wien.gv.at/kondolenzbuch eingetragen.

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