Zieh mich an - Flauschige Wintermode für Hunde

Matschiger Schnee, nasse Gehsteige, frostige Temperaturen - ohne dicke Mäntel, gefütterte Stiefel und wollige Hauben wagen sich Menschen in der kalten Winterzeit nicht hinaus. Für Vierbeiner heißt es hingegen raus bei Wind und Wetter.

Dabei steckt längst nicht in jedem Schoßhund ein kälteresistenter Husky. Chihuahuas, aber auch dünnhäutige Jagdhunde zittern bereits nach Minuten wie Espenlaub. Damit der Spaziergang für den empfindlichen Bello bei Minustemperaturen nicht zum Alptraum wird, hat sich daher so mancher Designer auf wärmende Hundekleidung spezialisiert.

Ob sportlicher Fleece-Overal oder edler Webpelzmantel in Nerz-Optik: detailverliebte Herrchen können ihre Lieblinge ebenso mit trendigen Outfits ausstatten wie praktisch orientierte Besitzer ihre Vierbeiner mit funktioneller Gore-Tex-Ausrüstung. “Bekleidung wird normalerweise immer assoziiert mit kleinen Hundchen”, kritisierte Unternehmerin Niki Koch. Um kitschiges Klimbim für Schoßhündchen gehe es bei der Mode für den Hund heute aber längst nicht mehr. Gerade im Winter schütze das Fell viele Tiere nicht ausreichend.

“Wenn die Temperatur unter null Grad fällt, sollte man bei empfindlichen Hunden zu Bekleidung greifen, bei gesundheitlichen Problemen entsprechend früher”, so Koch. Bei Tieren mit Arthrose, Gelenks- oder Rückenproblemen würden Nässe und Frost schlimme Schmerzen verursachen, Jacken und Overall könnten davor schützen. Auch bei Hautproblemen wegen Streusalz auf den Straßen leiste die wasserabweisende, atmungsaktive Kleidung wertvolle Dienste.

Wichtig sei Kälteschutz vor allem bei Rassehunde, bei denen Unterfett und -wolle aus ästhetischen Gründen weggezüchtet wurden, erklärte die Unternehmerin, die in Österreich Funktionskleidung vertreibt. Dackel wiederum seien wegen einer drohenden Bandscheibenlähmung als Folge der Kälte gefährdet. Auch Hunde, die lange im Auto sitzen, sollte man im Winter warm anziehen.

Bei Regen-, Wintermänteln und Overalls, die den gesamten Rücken und Bauchbereich der Tiere schützen, wird laut Koch vor allem auf die Funktion geachtet: haltbare Nähte, leichte Waschbarkeit, Bequemlichkeit und einfaches An- und Ausziehen sind ein Muss. Reflektoren sorgen dafür, dass die Hunde bei Dunkelheit von allen Seiten gut sichtbar sind. Äußerlich seien die Modelle in unauffälligen Farben und ohne “Schnick-Schnack”, angeboten werden Größen vom Dackel bis zur Doge.

Wer seinen Liebling nicht bloß vor Verkühlungen schützen will, sondern auch etwas fürs Augen wünscht, ist mit einem Besuch in Hundeboutiquen gut beraten. Im Wiener Geschäft “Tierträume” finden sich beispielsweise Webpelzmäntel mit Elchleder und goldenen Pailletten-Besatz. Der letzte Schrei seien in dieser Saison Lederjacken im 80er-Stil mit Nieten, Buttons und Totenköpfen, meinte Geschäftsführer Thomas Kures. Farblich sei neben gedeckten Brauntönen heuer vor allem die Farbe Silber Trend.

Auf Qualität – praktische Handhabung, robuste Materialien – wird laut Kures trotz Modebewusstsein auch bei “Tierträume” geachtet. Modisch orientiere man sich generell an den Trends für Zweibeiner, so der Mitarbeiter. “Wir haben auch Schuhe für den Hund.” Die Mini-Sneakers sollen bei chemischen Stoffen auf der Straße Verätzungen an den Sohlen verhindern. Neben Jacken gibt es für drunter Karo-Pullis und bedruckte Shirts. Mit einem kuscheligen Hausanzug in pink und babyblau kann der beste Freund des Menschen sogar für die eigenen vier Wände winterfest gemacht werden.

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