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Zeugen erkannten Angeklagten nicht

Auch Alexander Thom alias Gualterio Alejandro Hom-Rusch erkannte bei seiner Zeugeneinvernahme den Angeklagten nicht als Täter.

Thom hat nach eigenen Angaben jedoch nur den Schützen deutlich gesehen, den zweiten Räuber – laut Anklage Massimiliano F. – nicht. „Der als erster in den Laden ’reinkam, hat mich mit den Augen richtig fixiert“, sagte der Zeuge. Laut Thom hat nur dieser laut „Baume Mercier“ gesagt, danach war Geschäftsführer Siegfried Goluch hinter das Verkaufspult gegangen und wurde von dem Mann mit einer Pistole, die er unter einer Zeitung versteckt hatte, in den Kopf geschossen.

Er habe seiner Frau gesagt, sie solle sich auf den Boden legen, und habe sich schützend über sie gestürzt, sagte Thom vor dem Wiener Schwurgericht (Vorsitz: Peter Liebetreu) aus. „Ich habe geglaubt, dass der Mann keine Zeugen haben möchte. Für mich hat das nach Auftragsmord ausgesehen.“ Er hätte den Eindruck gehabt, dass der Schütze ihn so intensiv angeschaut habe wie jemand, der ein Bild von einer Person gesehen hat und ihn danach sucht. „Ich bin ja genauso groß wie es Herr Goluch war“, erklärte der Zeuge. „Dann hat er gesehen, ich bin es nicht, und ging weiter.“

“Täter wollten nichts stehlen”

Der Komplize des Haupttäters blieb laut dem Zeugen nahe der Tür bzw. in der Tür stehen, ein dritter in dem länger gezogenen Eingang. Nach dem Mord an Goluch sei der Schütze ganz ruhig mit seinen Komplizen aus dem Geschäft gegangen. Laut Alexander Thom wollten die Männer offenbar keine Beute machen. „Wenn sie das hätten wollen, hätten sie leicht etwas von den Tischen mitnehmen können.“ Der Zeuge und seine Frau hatten sich kurz vor dem Überfall graue Süßwasserperlenketten von einer Angestellten zeigen lassen. Keiner der Täter habe ein Behältnis mitgehabt, wo man Raubgut einstecken hätte können, meinte Thom.

Der Prozess wird am Nachmittag – wie von Verteidiger Richard Soyer beantragt – mit der Verlesung der Aussage des Kronzeugen Andrea V. (33) vor dem Gericht im Bologna fortgesetzte. Dieser hatte den Angeklagten Massimiliano F. bei der Wiener Verhandlung im April massiv belastet. Soyer möchte beweisen, dass die Aussagen von V. in Bologna von denen in Wien abweichen. Außerdem soll ein Kriminalbeamter angehört werden, der im Herbst 1998 dem Ehepaar Thom – die auch am Montag vorgelegten – Fotos der Verdächtigen gezeigt hat. Dem Antrag von Staatsanwalt Walter Geyer zufolge haben die Zeugen damals auf die Bilder anders reagiert als bei ihrer Aussage in der Hauptverhandlung und doch den einen oder anderen als Täter wieder erkannt.

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